Neuer Schufa-Score: Mehr Transparenz, Kernprobleme bleiben
Mitte März geht der neue, einfachere Schufa-Score online. Wir erklären, wo er Verbrauchern nützt und wo vor allem ärmere Menschen benachteiligt bleiben.
(Bild: Jessica Nachtigall / KI / heise medien)
Will man in Deutschland einen Kredit aufnehmen, einen Mietvertrag abschließen oder ein Girokonto eröffnen, kann eine schlechte Schufa-Beurteilung der Bonität verheerend wirken. Deutschlands größte Auskunftei nimmt nun ein neues Berechnungsverfahren und Punktesystem für die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern wie im April 2025 angekündigt in den Livebetrieb. Als Starttermin hat sie den 17. März 2026 genannt. Der neue „Score“ soll nach einer Übergangsphase von mehreren Jahren den viel komplexeren und intransparenteren Vorgänger vollständig ablösen.
- Die Schufa fĂĽhrt nicht zuletzt auf Druck des EuGH ein neues Scoring-System ein, das einfacher und transparenter sein soll.
- Nutzer bekommen die Möglichkeit, Auswirkungen von Krediten und anderen Kriterien auf ihren individuellen Score zu simulieren.
- Der neue Score ist zwar einfacher zu durchschauen, strukturelle Probleme bei geringer oder mangelhafter Datenbasis bleiben aber.
Mit einem kostenlosen und halbdenglisch „Schufa-Account“ genannten Benutzerkonto soll künftig jeder Verbraucher gespeicherte Einträge und Daten direkt bei der Auskunftei online einsehen können. Mehr noch: Im Schufa-Account kann jeder nachvollziehen, wie Verträge oder Käufe auf seine Kreditwürdigkeit wirken und simulieren, wie neue Einträge den Score verändern.
Wir haben uns den Schufa-Account in einer Betaversion angesehen. Außerdem erklären wir, wie das neue Berechnungsverfahren funktioniert, welche strukturellen Probleme es nicht löst und weshalb das neue Scoring für einige Menschen sogar eine Verschlechterung bringen kann – vor allem ärmere und jüngere.
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