KI-Slop: Wie Plattformen das dreckige Geschäft mit der Müllproduktion anheizen

Billige KI-Clips verdrängen mehr und mehr das Wesentliche. Die Industrie dahinter produziert genau das, was die Algorithmen der Plattformen belohnen.

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(Bild: Rudolf A. Blaha)

Lesezeit: 18 Min.
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Sprechende Katzen, halbnackte Prominente und unglaubliche Sensationsmeldungen – seitdem KI-Modelle für jedermann nahezu kostenlos jedweden Inhalt per Textprompt ausspucken, wächst dieser Internetmüll explosionsartig.

Nur ein Beispiel: Wie der Content-Detektor Originality.ai dokumentiert, betrug der Anteil KI-generierter Webseiten im Google-Index noch Anfang 2020 gerade mal 2,27 Prozent. Er brauchte drei Jahre, um sich zu verdreifachen. Im Jahr 2024 stieg die Kurve sprunghaft an; bis Ende des Jahres hatte sich der Anteil an KI-Inhalten mehr als verdoppelt: von 8,5 Prozent auf 19 Prozent. In dieser schnell anwachsenden Schrottlawine droht alles andere unterzugehen.

c’t kompakt
  • Es gibt zwei Sorten von KI-generiertem Schrott: Rage-Slop will Emotionen auslösen, Berieselungs-Slop möglichst glatt durchrutschen.
  • Beide buhlen um Aufmerksamkeit und drängen teure Qualitätsinhalte an den Rand.
  • Um den Slop einzudämmen, muss man die Geschäftsmodelle der Plattformen und Suchmaschinen angreifen, die minderwertige KI-Texte, -Videos oder -Musik mit zentralen automatisierten Feeds verbreiten und belohnen.
Rechtliches und Problematisches zu KI-generiertem Datenmüll

Wir beleuchten das Ausmaß und die Hintergründe: Ist der KI-Müll (englisch AI Slop) nur ein Randphänomen einiger gelangweilter Kids und Betrüger, oder bildet er den neuen Superdünger, auf dem die Profite der Suchmaschinen und Internetplattformen erst so richtig sprießen? Betrifft er nur einige offensichtlich gefakte Clips oder sickert er wie toxisches Mikroplastik in das gesamte Informations- und Kommunikationsnetz ein? Und welche Gegenmaßnahmen sind möglich?

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