Smart Meter: Warum die Probleme oft erst nach der Installation beginnen

Der Smart-Meter-Rollout lahmt, aber es gibt weitere Probleme: Häufig registrieren Netzbetreiber die Geräte nicht korrekt. Ausbaden müssen es die Kunden.

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Smart-Meter-Einbau

(Bild: EMH Metering)

Lesezeit: 7 Min.
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Der Smart-Meter-Rollout ist ein leidiges Thema. Obwohl der Startschuss für den Einbau der vernetzten Stromzähler im Jahr 2019 fiel, haben hunderte Stromnetzbetreiber noch kein einziges Exemplar bei ihren Kunden installiert. Vor allem kleine Betreiber, typischerweise Stadtwerke, haben damit auch die gesetzlichen Einbauziele zum Jahresende 2025 verfehlt. Die zuständige Aufsichtsbehörde, die Bundesnetzagentur, droht bereits mit Zwangsgeldern.

Weniger bekannt ist: Für Kunden geht der Ärger häufig erst dann los, wenn das „intelligente Messsystem“ installiert ist. In vielen Fällen dauert es nach dem Einbau noch Monate, bis die von dem Gerät gesammelten Daten beim Stromanbieter ankommen und etwa für die Abrechnung dynamischer Tarife genutzt werden können. „Einige unserer Kunden warten bis zu drei Monate, bis die Daten zur Verfügung stehen“, sagt Konrad Schade, Chief Commercial Officer des Stromanbieters Rabot Energy, im Gespräch mit c’t. Verantwortlich dafür seien in erster Linie die Verteilnetzbetreiber und die umständlichen, staatlich vorgegebenen Kommunikationsprozesse in der Energiebranche.

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Um die Kritik einordnen zu können, muss man das Zusammenspiel der Akteure im Strommarkt in Grundzügen verstehen: Die Netzbetreiber, etwa Stadtwerke, bauen in der Regel als sogenannte grundzuständige Messstellenbetreiber (gMsb) Smart Meter ein und betreiben sie. Sie nehmen dann zwei gesetzlich definierte Rollen gleichzeitig wahr. Es gibt aber auch „wettbewerbliche“ Messstellenbetreiber (wMsb), die bundesweit Smart Meter einbauen und betreiben. Viele Anbieter dynamischer Stromtarife wie Rabot Energy beauftragen wMsb mit der Installation von Smart Metern bei ihren Kunden. Andere Energieanbieter wie Octopus oder Enpal agieren selbst als wMsb.

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