CES 2026: Wenn Humanoide Roboter laufen, greifen und fühlen lernen

Der Knoten ist geplatzt: Humanoide Roboter können mittlerweile wie selbstverständlich laufen und mit Objekten interagieren. Die Industrie setzt sie bereits ein.

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Aya Durbin, Leiterin der Produktentwicklung humanoider Roboter bei Boston Dynamics, und Ingenieur Zack Jackowski stellen Atlas 2.0 vor. 30.000 Exemplare sollen künftig in den Hyundai-Fabriken arbeiten.

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Es wirkt wie ein Befreiungsschlag: Bisher holte alle zwei, drei Jahre eine große Firma einen humanoiden Roboter auf die Bühne. Der machte drei Schritte und musste dann festgehalten werden, weil er umzufallen drohte. Boston Dynamics schien recht weit zu sein, versteckte sich aber hinter kurzen Video-Clips mit oftmals nicht autonomen, sondern ferngesteuerten Robotern auf sozialen Medien. Und auch die Optimus-Reihe von Elon Musk wurde in Videos und bei öffentlichen Auftritten als ferngesteuert entlarvt.

Auf der CES 2026 liefen erstmals Dutzende Roboter sicher auf zwei Beinen durch die Hallen, spielten Tischtennis oder Klavier, stellten sich mit Namen vor, mixten Cocktails oder legten Wäsche zusammen.

c’t kompakt
  • Das Grundproblem der Fortbewegung ist gelöst: Wie selbstverständlich bewegen sich Roboter auf zwei Beinen.
  • Dank physischer KI und günstigerer Hardware sind humanoide Roboter bereit für den Einsatz in der Industrie.
  • Statt das große Ganze zu verfolgen, konzentrieren sich einige Firmen auf Nischen wie menschenähnliche Hände, Mimik oder Bedienkonzepte zur Teleoperation.

Humanoide Roboter ahmen den menschlichen Körper nach, damit sie sich in für Menschen gestalteten Umgebungen bewegen können, beispielsweise in Service und Empfang auf Messen, in Hotels und in Autohäusern. Kopf, Rumpf, Arme und Hände folgen demnach nicht nur ästhetischen Zielen, sondern auch funktionalen. Türen, Werkzeuge oder Haushaltsgeräte verlangen Greifer, Reichweiten und Bewegungsachsen, die der Mensch in seinem für ihn gemachten Umfeld vorgibt. Die bekannten orangefarbenen Industrieroboter schweißen zwar zuverlässig Karosserieteile zusammen, die humanoide Form ist aber auch im Autobau flexibler einsetzbar.

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