Arbeitsagentur: Wenn die Anmeldung zur Arbeitslosigkeit am System scheitert
Wer Mitmenschen beim digitalen Behördengang unterstützen will, wird von arbeitsagentur.de in den Wahnsinn getrieben. Ein Leidensbericht.
Mit dem Slogan „Online gehen statt Schlange stehen“ wimmelt die Arbeitsagentur Alfeld unliebsame Besucher ab.
(Bild: Tim Gerber / heise medien)
- Tim Gerber
Seit Frühjahr 2022 begleite ich in meinem Ort angekommene Flüchtlinge aus der Ukraine. Über die dabei immer wieder zutage tretenden Digitalisierungsdefizite haben wir gelegentlich berichtet. Mein Nachbar Juri hatte damals schnell Arbeit gefunden, musste aber später in Kurzarbeit und verlor seinen Job Ende 2025 ganz.
Da er fast drei Jahre lang in die Sozialversicherung eingezahlt hat, stand ihm nun Arbeitslosengeld zu. Die dafür notwendige Arbeitslosmeldung soll elektronisch möglich sein, der Gesetzgeber sieht das in § 141 SGB III sogar als erste Variante noch vor der persönlichen Meldung in der Arbeitsagentur vor.
Weil Juri noch immer Sprachschwierigkeiten hat und als einfacher Arbeiter auch mit der IT eher fremdelt, sollte ich mich darum kümmern. Also auf ins Neuland von arbeitsagentur.de. Die Startseite lädt zur Anmeldung mit Bund-ID und elektronischem Personalausweis ein. Das ist eine von mehreren Möglichkeiten, den Online-Service der Bundesagentur für Arbeit (BA) zu nutzen, und schien mir die naheliegendste. Schließlich habe ich alles parat: E-Perso, Lesegerät und Registrierung bei der BundID. Viele staatliche Online-Angebote habe ich schon genutzt bis hin zur Kfz-Anmeldung, fühle mich also bestens gewappnet. Aber da habe ich meine Rechnung ohne die Paranoiker bei der Bundesagentur für Arbeit gemacht.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels "Arbeitsagentur: Wenn die Anmeldung zur Arbeitslosigkeit am System scheitert". Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.