Halbleiterhersteller X-FAB will mit malaysischer Firma fusionieren [Update]

Der Erfurter Halbleiterhersteller und die malaysische Foundry 1st Silicon wollen gemeinsam einen Jahresumsatz von 250 Millionen Euro erreichen.

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  • dpa

Die Halbleiterhersteller X-FAB (Erfurt) und 1st Silicon (Malaysia) wollen fusionieren. Die Mehrheitsgesellschafter der beiden Unternehmen hätten eine entsprechende Übereinkunft erzielt, teilte X-FAB am heutigen Mittwoch mit. Das neu entstehende Unternehmen könnte 2006 auf einen Jahresumsatz von rund 250 Millionen Euro kommen. X-FAB erzielte im vergangenen Jahr knapp 163 Millionen Euro. Beide Unternehmen fertigen Schaltkreise unter anderem für die Autoindustrie und Anwendungen in der Kommunikationstechnik.

Der Chip-Auftragsfertiger (Foundry) 1st Silicon wurde 1998 vom malaysischen Teilstaat Sarawak gegründet. Das Unternehmen gehört mehrheitlich der Sarawak Economic Development Corporation. Mehrheitsgesellschafter bei X-FAB ist die belgische Beteiligungsgesellschaft ELEX N.V.

X-FAB beschäftigt rund 1100 Mitarbeiter in Erfurt sowie in Werken in Großbritannien und den USA. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen lag 2005 bei 15 Millionen Euro. Das Unternehmen hatte sich zuletzt für das von der Schließung bedrohte Infineon-Werk in München-Perlach interessiert. Eine Übernahme scheiterte, da das Werk nach Ansicht des Vorstandes nicht wirtschaftlich zu betreiben ist.

[Update]:
X-FAB, wie 1st Silicon eine Foundry, ist kein Massenhersteller, sondern auf analog-digitale Schaltkreise unter anderem für die Automobilindustrie, für Kommunikationstechnik und Konsumgüter spezialisiert. Unter den Foundries werde X-Fab nach Abschluss der Transaktion mit einer Jahreskapazität von 700.000 Wafern von der Nummer elf auf Rang sieben aufsteigen, sagte Unternehmenssprecher Thomas Hartung. Beide Fusionspartner sind von der Kapazität – monatlich etwa 28.000 Wafer – und der Mitarbeiterzahl von jeweils 1100 etwa gleich groß. (dpa) / (jk)