Social-Media-Sucht: Mark Zuckerberg wollte mit Apple-CEO ĂĽber Kinderschutz reden
In einem Verfahren in Los Angeles geht es um die Frage, ob Instagram & Co. so schlimm wie Rauchen sein könnten. Dabei kommen interessante Details ans Licht.
Mark Zuckerberg bei einer Befragung.
(Bild: FotoField / Shutterstock.com)
Meta hatte Apple eine Zusammenarbeit für den besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen am Smartphone vorgeschlagen. Das geht aus E-Mails zwischen Meta-Chef Mark Zuckerberg und Apple-CEO Tim Cook hervor, die im Rahmen eines Sammelklageverfahrens in Los Angeles ans Licht kamen. Eine Nutzerin hat Meta verklagt, weil dieser seine Angebote suchtfördernd ausgerichtet haben soll.
Gemeinsames Vorgehen mit Apple?
Zuckerberg bestätigte den Austausch auf Rückfrage eines der Verteidiger seines Konzerns. Es sei darum gegangen, mit Cook über das Wohlbefinden von Jugendlichen und Kindern zu sprechen. „Ich dachte, es gäbe gemeinsame Möglichkeiten für unser Unternehmen und Apple, und ich wollte mit Tim darüber sprechen.” Ihm sei das Wohlergehen von Teenagern und Kindern wichtig, die Metas Dienste verwendeten, so Zuckerberg.
Die Klägerin, die in dem Verfahren nur unter den Initialen KGM auftritt, wirft Meta unter anderem vor, die Sucht gezielt zu fördern. Mit den anderen Diensten TikTok und Snapchat, die ebenfalls verklagt worden waren, hatte es zuvor eine außergerichtliche Einigung gegeben. Meta war das bislang nicht gelungen.
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iCloud: Druck aus West Virginia
Metas Anwälte wollen mit dem Hinweis auf den Schriftwechsel mit Cook darlegen, dass Zuckerberg junge Nutzer von Facebook und Instagram besser schützen wollte. Was das Ergebnis der Gespräche war, ist unbekannt. Zuckerberg räumte allerdings ein, dass ein Verbot bestimmter Schönheitsfilter in der Instagram-App, die Gesichtschirurgie beworben haben sollen, offenbar von ihm aufgehoben wurde. Das höre sich nach etwas an, was er sagen würde, so Zuckerberg. Das Unternehmen wollte nicht „paternalistisch“ sein. Meta gehe es darum, dass die Nutzer sich frei ausdrücken könnten.
Apple selbst wird derzeit vom US-Bundesstaat West Virginia unter Druck gesetzt. Eine Klage behauptet, das Unternehmen tue nicht genug gegen die iCloud-Verbreitung von Material, das Kindesmissbrauch zeigt. Der Konzern soll dazu gezwungen werden, Inhalte vorab zu scannen. Dies hatte Apple frĂĽher vor, unterlieĂź dies aber nach scharfer Kritik durch DatenschĂĽtzer.
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(bsc)