Google entwickelt Desktop-Suche für den Mac

Mitte Oktober hat Google seine Desktop-Anwendung zum Suchen als Beta-Version für Windows-PCs herausgebracht.

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Von
  • Jürgen Kuri

Mitte Oktober hat Google seine Desktop-Anwendung zum Suchen auf Windows-PCs als Beta-Version herausgebracht -- nun versicherte Google-CEO Eric Schmidt, dass ein solches Werkzeug auch für Apple-Systeme in Vorbereitung sei. Bereits vor einigen Tagen hatte es geheißen, Google überlege, seine Desktop-Suche auch für den Mac herauszubringen; nun wurde die Entwicklung von Google Desktop für den Mac laut Berichten in US-Medien bestätigt. Allerdings könne man noch keine Termine für eine Veröffentlichung nennen, da die Software für Mac OS X komplett neu geschrieben werden müsse.

Die Windows-Version von Google Desktop indexiert Seiten aus der Web-Historie (auch verschlüsselte), E-Mails, die der Benutzer mit Outlook oder Outlook Express versendet hat, Chats mit dem AOL Instant Messenger sowie Word-, Excel-, PowerPoint- und Textdateien. Es gab auf Grund dieser Funktionen bereits Sicherheitsbedenken gegen das Tool, zumindest bei PCs, die öffentlich zugänglich sind oder nicht nur von einem einzigen User genutzt werden.

Mit dem Suchtool für PCs begibt sich Google bei seinen Anläufen, seinen Einflussbereich aus dem Internet direkt auf die Anwender-PCs auszudehnen, in direkte Konkurrenz vor allem mit Microsoft -- die Redmonder reagierten prompt auf die Beta-Version von Google Desktop mit der Ankündigung, noch in diesem Jahr ein eigenes Such-Tool herausbringen zu wollen. Eine Mac-OS-Version von Google Desktop würde dem Suchmaschinenprimus einen weiteren Vorsprung durch Unterstützung verschiedener Plattformen verschaffen. Für Mac OS X 10.4 ("Tiger") hat Apple wiederum bereits ebenfalls eine eigene Suchtechnik versprochen: Mit Spotlight soll praktisch alles durchsucht und strukturiert werden können -- egal, ob es sich um E-Mails, Grafiken oder Office-Dokumente handelt. (jk)