Interview zu PV-Speichern: Effizienzfallen und TĂĽcken beim Laden mit Netzstrom

Ein PV-Speicher nützt wenig, wenn der Wirkungsgrad bei Teillast klein ist. Der Initiator der Stromspeicher-Inspektion erklärt, worauf es außerdem ankommt.

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(Bild: Foto: Sophia Zimmermann, Bearbeitung: KI / heise medien)

Lesezeit: 18 Min.
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Die Preise für Batteriemodule sinken, weshalb Eigenheimbesitzer zunehmend Heimspeicher mit Kapazitäten von 15 bis 20 Kilowattstunden (kWh) in Betracht ziehen. Gleichzeitig verändern regulatorische Rahmenbedingungen, wie das Solarspitzengesetz und die wachsende Verbreitung dynamischer Stromtarife, die Anforderungen an die Systeme. Es geht längst nicht mehr nur darum, überschüssigen Solarstrom für die Nacht zu speichern.

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Vielmehr rückt die intelligente Be- und Entladung aus dem Stromnetz in den Fokus, um von Preisschwankungen zu profitieren. Doch dabei entscheiden technische Parameter wie Teillastwirkungsgrade, Stand-by-Verbrauch und Einschwingzeiten über die tatsächliche Wirtschaftlichkeit der Anlagen.

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  • Sinkende Modulpreise machen groĂźe Heimspeicher ab 15 Kilowattstunden zunehmend interessant.
  • Das Beladen des Speichers mit gĂĽnstigem Netzstrom ĂĽber dynamische Tarife lohnt sich nur, wenn der Gesamtwirkungsgrad des Systems hoch genug ist, um die teuren Umwandlungsverluste auszugleichen.
  • Träge Reaktionszeiten bei Lastwechseln und ein hoher Stand-by-Verbrauch können die Wirtschaftlichkeit eines Heimspeichers drĂĽcken.
  • Die Datenblätter der Hersteller sind oft nicht vergleichbar, da der MaĂźstab fĂĽr einheitliche Kennzahlen oft noch nicht eingehalten wird. Eine neue Datenblattnorm DIN VDE V 0510-200 könnte Abhilfe schaffen.
  • Geplante Neuregelungen der Bundesnetzagentur (MiSpeL) zur Speichernutzung könnten kĂĽnftig die staatliche Förderung fĂĽr eingespeisten Strom pauschal deckeln, was vor allem Betreiber groĂźer Anlagen mit geringem Eigenverbrauch benachteiligt.

Dr.-Ing. Johannes Weniger, von der HTW-Berlin-Ausgründung Aquu, ist der Initiator der Stromspeicher-Analyse, die seit 2018 die Effizienz aktueller Speichersysteme analysiert. Im Interview erklärt er, worauf Käufer bei Heimspeichern achten müssen, ab wann sich das Laden aus dem Netz rechnen kann und warum AC-gekoppelte Systeme (mit eigenem Batteriewechselrichter) für bestimmte Einsatzzwecke wieder interessant werden.

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