Funkwerk mit Gewinneinbußen und Umsatzrückgang
Der Telekommunikationstechnik-Hersteller aus Kölleda bezeichnete das Jahr 2005 als "Übergangsphase"; die Firma musste Anfang der Woche ihren Platz im TecDAX räumen.
Der Telekommunikationstechnik-Hersteller Funkwerk rechnet nach der Hängepartie 2005 mit einem Aufwärtstrend. Das Unternehmen, das zu Wochenbeginn seinen Platz im Technologiewerte-Index TecDAX räumen musste, peilt im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 270 Millionen Euro bei einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 22 Millionen Euro an. Dazu soll unter anderem das neue Geschäftsfeld Telematik und Navigationssysteme für Nutzfahrzeuge beitragen, sagte der Vorstandsvorsitzende Hans Grundner am Donnerstag in Frankfurt.
Das Unternehmen, das trotz Gewinneinbußen eine unveränderte Dividende von 0,35 Euro pro Aktie zahlen will, beschäftigt etwa 1200 Mitarbeiter am Hauptsitz im thüringischen Kölleda und an weiteren Standorten. Grundner bezeichnete 2005 als "Übergangsphase", in der es vor allem darum ging, Marktpositionen abzusichern und neues Geschäft aufzubauen. Der Vorstandschef erwartet bei Kommunikationstechnik für Bahngesellschaften, Unternehmen und Fahrzeuge bis 2010 ein jährliches Marktwachstum von 10 bis 20 Prozent. "Wir wollen uns davon ein gutes Stück abschneiden."
2005 sank der Konzernüberschuss von 15,8 auf 11,6 Millionen Euro, das EBIT von 22,9 auf 17,1 Millionen Euro. Der Umsatz verringerte sich um knapp drei Prozent auf 242 Millionen Euro. Die Geschäftszahlen lagen damit leicht unter der bereits gesenkten Prognose. Erstmals seit dem Börsengang verbuchte Funkwerk kein Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. Als Gründe nannte der Vorstand die Investitionszurückhaltung europäischer Eisenbahngesellschaften und Verzögerungen bei der Markteinführung neuer Produkte. Die Aktie verlor am Donnerstag mehr als fünf Prozent und notierte bei 25,85 Euro. (dpa) / (jk)