Toolkit für Amazons Crowdsourcing-Dienst

Mit TurKit lassen sich Mechanical Turk-Arbeitsabläufe direkt in JavaScript-Programme integrieren.

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Mechanical Turk, ein Dienst, den der E-Commerce-Riese Amazon mittlerweile seit fast fünf Jahren anbietet, erlaubt es Firmen und einzelnen Nutzern, Internet-Surfer als bezahlte Hilfsarbeiter zu engagieren. Das ist zumeist nicht besonders teuer und immer dann nützlich, wenn sich eine Aufgabe nur schlecht mittels Rechner automatisieren lässt – sei es nun die genaue Beschreibung eines Bildes oder das Verstehen komplexer Wortzusammenhänge. Dabei gilt stets: Was Künstliche Intelligenz nicht oder nur aufwendig kann, erledigt der Mensch in diesen Fällen in Sekunden.

Die Fähigkeiten der Mechanical-Turk-Mitarbeiter, allgemein auch "Turkers" genannt, könnten in Zukunft noch einfacher angezapft werden, indem ihre Arbeit direkt in Programmabläufe integriert wird. Forscher am MIT haben dazu nun ein sogenanntes Toolkit entwickelt. Mit dem TurKit lassen sich Algorithmen zur Koordinierung von Turkern in der Web-Sprache JavaScript erstellen und daraus mächtige Programme kreieren. Die Software habe dann "menschliche Intelligenz eingebaut", wie Greg Little, Doktorand am Labor für Computerwissenschaften und Künstliche Intelligenz an der Hochschule, sagt, der TurKit entwickelt hat. Selbst die Fehlerbereinigung von Code (Debugging) sei dabei möglich.

"Mit JavaScript konnte man bislang nicht ohne großen Aufwand auf Mechanical Turk zugreifen", sagte Little. TurKit sei eine Brücke, mit der Code geschrieben werden könne, der direkt mit den Turkern interagiere. "So kann man leicht neue Methoden dieses "menschlichen Computers" ausprobieren."

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(bsc)