Verschluckgefahr bei AirTag-Batterien: Energizer liefert „Child Shield“
Die Bonbon-förmigen CR2032-Batterien stecken in Apples beliebten Trackern. Nach Versuchen, sie mit Bitterstoffen sicherer zu machen, kommt nun eine neue Idee.
Child-Shield-Batterie von Energizer.
(Bild: Energizer)
Apples AirTags sind äußerst beliebt: Mit den kleinen Trackern zum (verhältnismäßig) kleinen Preis lassen sich Gegenstände auffinden und etwa Gepäck vor dem Verlorengehen schützen. Das Problem: Wer kleinere Kinder im Haushalt hat, weiß, dass sowohl die Tracker selbst als auch insbesondere deren verwendete CR2032-Batterien ein großes Verschluckrisiko darstellen. Die Geräte und insbesondere die Batterien haben eine Art „Bonbon-Form“, die sie hierfür offensichtlich attraktiv machen. Werden die Batterien verschluckt, kann es aufgrund des integrierten Lithiums bereits nach kurzer Zeit (120 Minuten im Magen, 15 Minuten, falls die Batterie in der Speiseröhre verbleibt) zu inneren Verbrennungen kommen. Der Batteriehersteller Energizer will dem nun vorbeugen und bringt spezielle „Child Shield“-Zellen heraus.
Mehrere Sicherheitsfunktionen
Bereits seit längerem gibt es CR2032-Batterien, die mit Bitterstoffen überzogen sind, damit sie von Kindern nicht in den Mund genommen werden. Apple selbst hatte allerdings bereits 2021 vor diesen gewarnt, da sie aus technischen Gründen inkompatibel sein könnten. Das Problem tritt laut Apple allerdings nur „möglicherweise“ auf, die Beschichtung soll dabei für Kontaktprobleme sorgen können. Das hat sich laut einem im Mai aktualisierten Supportdokument auch bei den AirTags 2 offensichtlich nicht geändert.
Energizer geht nun allerdings anders vor. Laut Pressemitteilung hat man die weltweit einzige CR2032-Zellen entwickelt, die das Verbrennrisiko bei Verschlucken ausschließt. Dazu soll die eigentliche Zelle besser abgedichtet sein – wie genau, teilte Energizer nicht mit.
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Fälle haben sich vervielfacht
Die neue Zelle mit dem Namen Ultimate Child Shield kommt mit zwei weiteren Sicherheitsfunktionen: So sind auch hier Bitterstoffe aufgetragen (ob sie Kompatibilitätsprobleme hervorrufen, blieb zunächst unklar) und zudem ein Material, dass einen Farbstoff bei Kontakt mit Speichel aktiviert. Das heißt: Verschluckt ein Kind eine Batterie direkt, verfärbt sich der Mund blau. So können Eltern und Betreuer schneller erkennen, was passiert ist und Hilfe holen.
Energizer gab an, dass sich die Fälle von Verschlucken der Knopfzellen allein in den USA innerhalb der letzten zehn Jahre verneunfacht haben soll. Die Beliebtheit von AirTags und anderer Tracker dürfte dazu beigetragen haben. Energizer bringt die neuen CR2032-Zellen auch in Deutschland auf den Markt.
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(bsc)