Forscher beschleunigen autonomes Tauchfahrzeug

Der Unterwasserroboter Tethys soll schnell an den Einsatzort kommen und Wochen unter Wasser verbringen.

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Forscher am Monterey Bay Aquarium Research Institute (MBARI) in Kalifornien haben einen neuartigen Unterwasserroboter entwickelt, der Schnelligkeit mit Langlebigkeit kombinieren soll. Das Tauchfahrzeug namens Tethys soll demnächst Meeresorganismen untersuchen und physikalische wie chemische Eigenschaften der Ozeane messen – und zwar in bislang unerreichter Breite, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Seit Jahrzehnten werden Unterwasserroboter bereits in der Meeresbiologie eingesetzt, um unter der Ozeanoberfläche ablaufende Prozesse zu erfassen. Dazu gab es zwei grundlegend verschiedene Ansätze: Gleitroboter und solche, die mit Schiffsschrauben (Propellern) angetrieben werden. Gleiter bewegen sich langsam durch das Meer und setzen auf ein Auftriebssystem, um vorwärtszukommen. Beide Systeme haben Vor- und Nachteile.

Tethys soll nun die Geschwindigkeit eines Propellerantriebs mit der Reichweite und Langlebigkeit eines Gleiters kombinieren. Der neuartige Unterwasserroboter kann mit einer neuartigen Schraube und einer verbesserten Rumpfgestaltung rund viermal schneller im Meer unterwegs sein als ein Gleiter, kommt dabei fast an High-Performance-Systeme heran. Tethys besitzt gleichzeitig aber auch ein effizientes Energiemanagement. So kann der Unterwasserroboter mehrere Wochen bis Monate auf See bleiben, dabei aber auch groĂźe Nutzlasten wie komplexe Instrumente tragen.

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(bsc)