Axel Springer steigert Umsatz und Gewinn

In den ersten neun Monaten des Jahres erhöhte sich der Anteil der Digitalen Medien am Gesamtumsatz von 16 auf 24 Prozent.

vorlesen Druckansicht 74 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Der Axel Springer Verlag hat im dritten Quartal Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Unterm Strich erhöhte das Unternehmen laut Mitteilung (PDF-Datei) den Gewinn von 49,7 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 87,3 Millionen Euro und lag damit über den Marktschätzungen. Beim Umsatz lag Springer dagegen mit 711 Millionen Euro (Vorjahr 631 Millionen) unter den Markterwartungen.

Der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, Matthias Döpfner, erläuterte, bereits nach den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres habe das Unternehmen "einige der Ziele übertroffen, die wir uns zum Jahresbeginn für das Gesamtjahr 2010 gesteckt hatten". Durch zusätzliche Umsätze im internationalen Printgeschäft und mit digitalen Medien werden die Gesamterlöse voraussichtlich deutlich steigen.

Der Anteil der Digitalen Medien am Gesamtumsatz erreichte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres mit 504 Millionen Euro einen Anteil von 24 Prozent gegenüber 16 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Während der Umsatz in diesem Bereich um 63 Prozent wuchs, schrumpfte er bei den nationalen Zeitungen um 1,9 und bei den nationalen Zeitschriften um 8,3 Prozent. Die Auflage des Boulevardblatts "Bild" ging in diesem Zeitraum um knapp 5 Prozent auf 3,07 Millionen zurück, die der "Bild am Sonntag" um knapp 4 Prozent auf 1,62 Millionen.

Döpfner hatte diese Woche in einem Interview das "Ende der Umsonst-Kultur im Internet" prognostiziert. Sein Konzern strebe an, in sieben Jahren die Hälfte seiner Umsätze im digitalen Bereich zu machen. Oft besuchte Springer-Websites sind bild.de, computerbild.de, welt.de und gofeminin.de. Außerdem hat Axel Springer nach eigenen Angaben von seinen iPhone-Anwendungen für die "Bild" und die "Welt" bis Ende September 250.000 Exemplare abgesetzt. (anw)