Google-Manager erhalten kräftigen Gehaltsaufschlag
Während die Masse der Google-Mitarbeiter im kommenden Jahr zehn Prozent mehr Gehalt erhalten soll, können sich vier Manager der Führungsriege über Erhöhungen der Bezüge um bis zu 80 Prozent freuen. Hinzu kommen Ausschüttungen in Form von Unternehmensanteilen, die pro Kopf bis zu 20 Millionen Dollar betragen.
Nachdem Google-CEO Eric Schmidt in der vergangenen Woche per E-Mail darüber informiert hatte, dass die rund 23.000 Mitarbeiter des Internetkonzerns ab dem kommenden Jahr 10 Prozent mehr Gehalt sowie Einmalzahlungen in Höhe von 1000 US-Dollar erhalten sollen, geht aus einer Nachricht des Unternehmens an die US-Börsenaufsicht SEC (United States Securities and Exchange Commission) hervor, dass dies längst nicht das Ende der Fahnenstange ist. Denn die Gehälter von vier Managern der Führungsriege könnten um rund 80 Prozent steigen, sollten 2011 bestimmte Zielvorgaben erreicht werden. Zudem erhalten die Führungskräfte Unternehmensanteile im Wert von bis zu 20 Millionen US-Dollar für das Jahr 2010.
Laut SEC-Filing erhöhen sich die Grundgehälter von Patrick Pichette (Chief Financial Officer), Nikesh Arora (President, Global Sales & Business Development), Alan Eustace (Senior Vice President, Engineering & Research) und Jonathan Rosenberg (Senior Vice President, Product Management) um jeweils 150.000 auf 650.000 Dollar pro Jahr. Der mögliche Erfolgsbonus steigt von 150 auf 250 Prozent des Grundgehalts. Pichette und Arora erhalten für das Jahr 2010 außerdem jeweils Unternehmensanteile im Wert von 20 Millionen US-Dollar, Eustace für 10 Millionen und Rosenberg Anteile im Wert von 5 Millionen Dollar. Die Unternehmensgründer Sergey Brin und Larry Page sowie Google-CEO Schmidt beziehen weiterhin ein symbolisches Gehalt von lediglich einem US-Dollar.
Google, das allein im dritten Quartal 2010 einen Nettogewinn von knapp 2,2 Milliarden Dollar eingefahren hatte, will mit der Vergütungsaufstockung nicht zuletzt einen Abwanderungstrend zu anderen Firmen stoppen. So berichtete etwa das Wall Street Journal, dass 10 Prozent der Mitarbeiter des Social-Network-Betreibers Facebook früher bei Google unter Vertrag standen. Auch andere IT-Unternehmen bemühten sich kräftig, Google-Mitarbeiter anzuwerben. Im Mai 2009 war bekannt geworden, dass Google mit Hilfe von Algorithmen untersuchen lässt, welche Mitarbeiter möglicherweise offen für neue Herausforderungen und deshalb abwanderungswillig sind. (pmz)