Hybridanlage: Wärme+Strom von der Sonne
Systeme, die konventionelle Photovoltaik-Zellen mit einer Infrastruktur zum Speichern von Wärme kombinieren, sollen die teilweise noch teure Solartechnik effizienter machen.
Das Start-up Cogenra Solar hat bei einem Weinproduzenten im Norden Kaliforniens in den vergangenen Wochen eine besondere Sonnenstromanlage installiert: Das System kombiniert konventionelle Photovoltaik-Zellen mit einer Infrastruktur zum Speichern von Wärme, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Damit erzeugt die Technik nicht nur Elektrizität, um Abfüllanlagen und Beleuchtung bei der Firma zu betreiben, sondern liefert auch noch heißes Wasser zum Reinigen von Waschtanks und Fässern.
Cogenra plant, solche Hybridanlagen bei Firmen zu installieren, die einen Bedarf an großen Strom- und Warmwassermengen haben – und dann beides zentral abzurechnen. Noch kann die junge Firma zwar keinen Preis pro Watt Sonnenstrom nennen, doch die Warmwasserkosten sollen bereits deutlich unter denen traditioneller Versorger liegen.
Die Cogenra-Anlage besteht aus mehreren Parabolsystemen, die jeweils 10 Meter lang und drei Meter breit sind. Die Spiegel konzentrieren das Licht auf zwei Streifen mit monokristallinen Solarzellen, die über ihnen angeordnet sind. Wärme wird über eine Mischung aus Glykol und Wasser gespeichert, die durch eine Aluminiumröhre hinter den Solarzellen fließt. Die Glykollösung wird nach Erhitzung in einen Wärmetauscher geleitet, wo sie Wasser erwärmt. Dieses Warmwasser wird anschließend in einen Speichertank gepumpt und kann genutzt werden, das abgekühlte Glykol geht zurück in die Solaranlage.
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(bsc)