Clipsuche nutzt Spracherkennung
Forscher am Fraunhofer IAIS ordnen per Audio-Mining ein Fernseharchiv.
Durch Filme lässt sich bislang nur verhältnismäßig mühsam navigieren: Dem Zuseher bleibt nichts anderes übrig, als den gewünschten Abschnitt über die Vor- und Rückspulfunktion anzusteuern oder darauf zu hoffen, dass der Videoproduzent passende Kapitelmarkierungen an den interessantesten Stellen gesetzt hat.
Forscher am Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) in Sankt Augustin wollen das Problem nun über das sogenannte Audio-Mining lösen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Dabei wird die Tonspur eines Videos über ein Spracherkennungssystem automatisch in Text umgewandelt. Gleichzeitig wird in einer Datenbank abgelegt, wann genau welches Wort im Film gefallen ist.
Die IAIS-Forscher haben ihre Technik mittlerweile auch praktisch umgesetzt – bei einem Projekt in Zusammenarbeit mit der "Pro Sieben"-Sendung "Galileo". Aus dem Bildberichts-Bestand von über 12 Jahren wurden insgesamt 5000 Werke indexiert. Diese sind nun im Internet verfüg- und durchsuchbar.
Mehr zum Thema in Technology Review online:
(bsc)