Mobile Device Management soll Smartphone-Angriffe abwehren

Immer mehr Blackberrys und iPhones in Firmennetzen bedeuten auch mehr Sicherheitsprobleme, warnen Experten.

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Paris Hilton war eines der ersten Opfer. Das amerikanische Sternchen erlebte bereits vor einigen Jahren, was es heißt, wenn Daten von Mobilgeräten nicht ausreichend gesichert sind: Ein 17-jähriger Computerfreak brach in Hiltons Account beim Handy-Dienst Sidekick ein und nahm neben SMS, Adressbuch und Verbindungsdaten ihres Smartphones auch noch einige delikate Bildchen mit.

Was bei Hilton kaum direkte wirtschaftliche Folgen verursachte – im Gegenteil, die Blondine zementierte damit ihren Ruf als Skandalnudel –, kann bei Unternehmen schnell zur Katastrophe werden. Doch die technische Entwicklung lässt sich nicht mehr zurückdrehen, berichtet Technology Review in einem aktuellen Report zum Thema Smartphone-Sicherheit in Unternehmen. Statt einfacher Handys, mit denen man nur telefonieren und SMS versenden kann und die dementsprechend wenig Angriffsfläche bieten, bekommen nicht nur auf Managementebene immer mehr Mitarbeiter Dienst-Smartphones von ihren Arbeitgebern gestellt.

Mit solchen Geräten können sie im Web surfen, E-Mails lesen, Anwendungen für die verschiedensten Aufgaben installieren – und problemlos auf das interne Firmennetz zugreifen. Mit den Möglichkeiten steigt auch das Missbrauchspotenzial. "Daten auf mobilen Endgeräten können prinzipiell auf vielen Wegen in die falschen Hände geraten", warnt Jens Heider, Smartphone-Experte am Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie in Darmstadt. Um bei Smartphones ein ähnlich einheitliches Sicherheitskonzept wie bei Desktop-PCs durchzusetzen, setzen viele Großkonzerne deshalb mittlerweile Systeme zum sogenannten "Mobile Device Management" (MDM) ein. Damit ist es unter anderem möglich, Geräte aus der Ferne zu deaktivieren oder bestimmte Funktionen zu verbieten.

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(bsc)