Neuer Schub für Supraleiter

US-Forscher haben nach eigenen Angaben Drähte aus Hochtemperatur-Supraleitern gefertigt, die sehr viel mehr Strom transportieren können als bisher.

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US-Forscher haben nach eigenen Angaben Drähte aus Hochtemperatur-Supraleitern gefertigt, die sehr viel mehr Strom transportieren können als bisher. Technische Einzelheiten beschreiben die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science.

Die technische Anwendung der "heißen Supraleiter" ist durch die schwierige Verarbeitung immer wieder verzögert worden – das Keramikmaterial lässt sich beispielsweise nicht einfach zu Drähten ziehen. Mittlerweile beherrscht man eine Produktionstechnik recht gut, bei der dünne Schichten oder feine Filamente auf flexible Träger – zum Beispiel Flachdraht aus Metall – aufgebracht werden. Mit solchen Drähten lässt sich ein Stromfluss von 100 Ampere pro Quadratmillimeter realisieren.

Für viele industrielle oder militärische Anwendungen reicht das allerdings nicht aus. Amit Goyal und Kollegen optimierten daher systematisch die Parameter des Herstellungsverfahrens, bis sie sechs Mikrometer dicke Supraleiter-Schichten auf ein vorsturkturiertes Substrat aufbringen konnten. Bei 65 Kelvin – eine Temperatur, die sich mit vielen auf dem Markt befindlichen Kryostaten gut halten lässt – und einem Magnetfeld von drei Tesla maßen die Wissenschaftler eine kritische Stromdichte von 460 Ampere pro Quadratmillimeter.

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