Brillante Chips

Der japanische Konzern Kobe Steel Limited hat eine Methode entwickelt, um ein Zoll große Wafer aus synthetischen Diamanten herzustellen.

vorlesen Druckansicht 86 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Kobe Steel Ltd will Wafer aus synthetischen Diamanten anbieten, aus denen Halbleiterbauelemente für Spezialanwendungen hergestellt werden können. Das berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun in ihrer Freitagsausgabe. Im Unterschied zu Silizium, das bereits bei etwas 150 Grad Celsius versagt, halten Bauelemente aus synthetischem Diamant, die beipielsweise für Schottky-Dioden eingesetzt werden, Temperaturen bis zu 800 Grad Celsius tadellos aus.

Die erforderlichen Schichten herzustellen, ist allerdings nicht trivial: Der Kohlenstoff wird meist aus der Gasphase auf ein Substrat wie etwa Silizium abgeschieden. Durch geschickte Prozesstechnik muss man dabei erreichen, dass die Schicht nur aus möglichst wenigen Kristallen besteht. Je kleiner die einzelnen Kristalle und je mehr Grenzflächen zwischen den Körnchen, desto schlechter ist die elektronische Qualität des Filmes. Weltweit arbeiten daher verschiedenste wissenschaftliche Arbeitsgruppen an einer Optimierung dieser Prozesse.

Kobe Steel Ltd. will noch in diesem Jahr mit einem Zoll großen Wafern auf den Markt kommen. Größere Wafer sind für einen nicht genannten späteren Zeitraum geplant. (wst)