Europas Frauen nutzen verstärkt das Internet

Laut einer Studie der European Interactive Advertising Association hat der Anteil der Frauen in Europa, die regelmäßig online sind, einen neuen Höchststand erreicht.

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  • Reiko Kaps

Immer mehr Frauen in Europa nutzen das Internet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Branchenverbands European Interactive Advertising Association (EIAA) in London. Demnach waren im vergangenen Jahr 41 Prozent aller befragten Frauen regelmäßig online. Gegenüber 2004 bedeutet dies eine Steigerung um vier Prozentpunkte – und zudem einen neuen Höchststand. Im Schnitt verbrachten die Befragten 9,3 Stunden pro Woche im Internet.

Für Deutschland ermittelte die EIAA unterschiedliche Werte: Zwar nutzt nahezu jede zweite deutsche Frau (45 Prozent) inzwischen das Internet, doch surfen sie weniger lang als der europäische Durchschnitt – nur rund 7,5 Stunden in der Woche. Einen möglichen Grund dafür sehen die Autoren der Studie in der geringen Verbreitung von Breitbandanschlüssen hierzulande. Nach aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur hat sich dies aber im Jahr 2005 verbessert. Besonders stark frequentierte Surf-Ziele waren in Deutschland Suchmaschinen, Webmail-Angebote und Reiseseiten.

Laut der Studie sind insbesondere junge, berufstätige Frauen für die gestiegene Internet-Nutzung verantwortlich. Ihr Anteil habe sich gegenüber dem Jahr 2003 verdoppelt, stellten die Forscher fest. Im Gegensatz dazu sank die Zahl der Leserinnen von Zeitschriften unter den Befragten im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent. Als Grund für dieses Verhalten gaben 80 Prozent der Frauen an, dass sie im Internet "schneller bekommen, was sie möchten und Zeit sparen". In der EIAA-Studie wurden 3600 Frauen danach befragt, wie, wie oft und warum sie Fernsehen schauen, Zeitungen oder Zeitschriften lesen und das Internet nutzen. (rek)