Handy-Sparte von Siemens bleibt im Minus

Der weltweit viertgrößte Handy-Hersteller leidet unter anderem unter dem starken Preisdruck von Wettbewerbern wie Branchenprimus Nokia.

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  • dpa

Die Handy-Sparte von Siemens wird wohl auch im laufenden ersten Geschäftsquartal, das mit dem Dezember endet, in der Verlustzone verharren. Dies sei leider wahrscheinlich, sagte Finanzchef Heinz-Joachim Neubürger bei einer Analystenkonferenz am Freitag in München. Der weltweit viertgrößte Handy-Hersteller leidet unter anderem unter dem starken Preisdruck von Wettbewerbern wie Branchenprimus Nokia. Außerdem hatten Analysten dem Technologiekonzern bescheinigt, wichtige Handy-Trends wie integrierte Kameras anfangs verschlafen zu haben.

Die Handy-Sparte Mobile Phones gehört zum neuen und umsatzstärksten Konzernbereich Siemens Communications. Siemens Com war Anfang Oktober mit Beginn des neuen Geschäftsjahres 2004/05 aus den verschmolzenen Bereichen Mobilfunk (ICM) und Festnetz (ICN) hervorgegangen. Näheres zu dem neuen Bereich, der etwa ein Viertel des Konzernumsatzes erzielt, will Siemens bei Vorlage der Zahlen für das erste Geschäftsquartal am 27. Januar bekannt geben.

Im Ende September abgelaufenen Schlussquartal 2003/04 blieb die Handy-Sparte entgegen früheren Ankündigungen im Minus. Dies hatte sich allerdings abgezeichnet, nachdem Siemens seine neuen 65er-Modelle wegen Softwarefehlern zurückrufen musste. Auch im gesamten Geschäftsjahr schrieb Siemens im Handy-Segment bei höheren Umsätzen rote Zahlen, nämlich 152 Millionen Euro Verlust nach 27 Millionen Euro Gewinn im Vorjahr. Wenn Bereiche auf Dauer die Kapitalkosten nicht verdienten, dann gebe es nur die Möglichkeiten Sanieren, Schließen, Verkaufen oder Kooperationen, bekräftigte der scheidende Konzernchef Heinrich von Pierer vor den Analysten. (dpa) / (pmz)