Chip-Chic für Athleten

Der Sportartikelhersteller Reebok arbeitet an Kleidung, in die flexible Elektronik eingearbeitet ist.

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Flexible Elektronik, die eine ähnlich gute Rechenleistung wie normale, starre Chips besitzt, soll in einigen Jahren in die Bekleidung des Herstellers Reebok eingearbeitet werden. Der Sportartikelkonzern arbeitet dazu mit dem Start-up MC10 aus dem amerikanischen Cambridge zusammen, das dehnbares Silizium entwickelt hat, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Ziel sind Kleidungsstücke, die über integrierte Sensoren Gesundheitszustand und Leistungsfähigkeit von Athleten in Trainings- und Erholungsphasen überwachen.

Reebok und MC10 nennen bislang noch keine genauen Produktdetails, haben aber ein Hauptziel: Die Schnittstelle zwischen Mensch und Elektronik soll nahtlos werden. "Wir wollen den Athleten mit mehr Informationen versorgen – und zwar so, dass die dafür notwendige Elektronik unsichtbar bleibt", sagt Paul Litchfield, Leiter der Abteilung "Advanced Concepts" bei Reebok.

Ein solches Athleten-Sportsystem könnte Mikroprozessoren enthalten, die verschiedene gesundheitliche Aspekte des Körpers messen: elektrische Aktivität von Herz und Nervensystem, pH-Wert des Schweißes, Blutdruck, Gangart oder Stress auf den Gelenken. Die Daten könnten dann zu einem Gesamtbild des Stoffwechsels und der Leistungsfähigkeit des Sportlers verknüpft werden. Das Ergebnis würde anschließend an einen Computer gefunkt. MC10 hofft, erste Produkte in ein bis zwei Jahren auf den Markt bringen zu können.

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(bsc)