Axel Springer profitiert von wachsendem Anzeigengeschäft
Der Axel Springer Verlag freut sich über steigende Anzeigenerlöse und kann damit Investitionen in neue Projekte zugunsten eines Gesamtwachstums kompensieren.
Der positive Trend bei Axel Springer hält trotz verpasster Übernahme der Mediengruppe ProSiebenSat.1 weiter an. Der deutsche Großverlag konnte seinen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) in den ersten drei Quartalen von im Vorjahr 248,3 Millionen Euro um 7,5 Prozent auf 267 Millionen Euro steigern. Unterm Strich blieben dem Unternehmen 173,3 Millionen Euro, eine Steigerung von 10,9 Prozent gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres. Der Verlag, der neben den Tageszeitungen Die Welt und Bild auch zahlreiche internationale Zeitungen und Zeitschriften herausgibt, weist eine leicht gestiegene EBITDA-Rendite von 15,5 Prozent aus.
Beim Umsatz aus Vertriebs- und Anzeigenaktivitäten konnte Springer dank fortgesetzt positiver Entwicklung des Anzeigengeschäfts leicht von 1,586 auf 1,610 Milliarden Euro zulegen. Insgesamt weist das Unternehmen mit 1,735 Milliarden Euro einen schwächeren Gesamtumsatz für die ersten drei Quartale aus (Vorjahr: 1,765 Milliarden Euro), verweist dabei auf die fehlenden Umsätze des im vergangenen Jahr in ein Joint Venture mit Bertelsmann und Gruner+Jahr ausgegliederten Tiefdrucksparte.
Die Anlaufkosten für die polnische Tageszeitung Dziennik habe Springer durch die Umsatzzuwächse im Anzeigengeschäft, "fortgesetztes Kostenmanagement" und die schrittweise Profitabilisierung neuer Projekte und Beteiligungen "mehr als ausgleichen" können, teilte der Verlag mit und bleibt damit strikt bei der schon im vergangengen Quartal eingeübten Diktion. (vbr)