Lenovo verdient weniger
Der drittgrößte Computerhersteller der Welt muss in der abgelaufenen ersten Hälfte seines Geschäftsjahres einen deutlichen Gewinnrückgang von über 50 Prozent verschmerzen.
Der chinesische Computerkonzern Lenovo hat Medienberichten zufolge im abgelaufenen zweiten Quartal seines Geschäftsjahres erneut einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen und deutlich weniger verdient als erwartet. Der Nettogewinn fiel von den 45 Millionen US-Dollar des Vorjahreszeitraums um 16 Prozent auf 38 Millionen US-Dollar. Analysten waren von einem höheren Gewinn um die 42 Millionen ausgegangen.
Die Quartalsergebnisse beruhen auf bei der Hongkonger Börse eingereichten Halbjahreszahlen. Danach weist der drittgrößte Computerhersteller für die ersten sechs Monate einen Gewinnrückgang von 53 Prozent auf 43 Millionen US-Dollar aus. Im Vergleichszeitraum des vergangenen Geschäftsjahres hatte Lenovo noch 91 Millionen US-Dollar verdient. Dagegen zogen die Umsätze im ersten Halbjahr um 16 Prozent oder eine Milliarde auf 7,2 Milliarden US-Dollar an.
Lenovo macht Berichten zufolge Probleme bei der Integration des von IBM übernommenen PC-Geschäfts sowie den Preisdruck auf dem PC-Markt für die Entwicklung verantwortlich. Experten sehen dagegen auch die Probleme des mit globalem Anspruch angetretenen Herstellers, sich auf internationalen Märkten zu behaupten. So gehe hier der Umsatz zurück, seit Lenovo auch mit der eigenen Marke agiere. Zudem sei Lenovos starke Position auf dem Heimatmarkt mit zunehmender Konkurrenz von HP oder Dell konfrontiert.
Offiziell hat das Unternehmen die Ergebnisse noch nicht veröffentlicht oder kommentiert. Ob der Rückruf von über 500.000 Notebook-Akkus aus Sony-Herstellung das Ergebnis belastet, ist unklar. Lenovo hat für den heutigen Tag eine Pressekonferenz angekündigt. (vbr)