Ältere Canon-Scanner am Intel-Mac
Mein CanonScan LIDE 30 läuft an meinem neuen Intel-Mac nicht mehr. Photoshop akzeptiert das von Canon bereitgestellte Plug-in nicht. Was kann ich tun?
Mein CanonScan LIDE 30 läuft an meinem neuen Intel-Mac nicht mehr. Photoshop akzeptiert das von Canon bereitgestellte Plug-in nicht. Was kann ich tun?
Das Photoshop-Plug-in ScanGear CS 7.0 X von Canon besteht noch aus PowerPC-Code. Es läuft auf einem Intel-Mac zwar unter Rosetta, allerdings kann ein x86-natives Photoshop wie CS3 oder CS4 damit nicht umgehen. Seit Mac OS X 10.5 arbeiten aber die PowerPC-Versionen von Photoshop (wie 7 oder CS1) ihrerseits nicht mehr auf dem Intel-Mac.
Da das Plug-in nicht eigenständig starten kann, muss man es in ein Programm einklinken, das mit Photoshop-Plug-ins umgehen kann. Dafür kommt die kostenlose CanoScan Toolbox X in Frage. Bei der Installation und der Benutzung gibt es allerdings einiges zu beachten: Besorgen Sie sich zunächst von www.canon.de/Support die angebotenen Treiber für den LIDE 30 und Mac OS X (PowerPC, nicht Classic). Lassen Sie sich dabei nicht von dem offensichtlich falsch platzierten Wort „Windows“ in der Überschrift irritieren.
Installieren Sie zuerst die Toolbox. Sie ist dummerweise als Sit-Datei abgelegt. Zum Entpacken brauchen Sie ein Tool wie den kostenlosen StuffIt Expander (alle Downloads siehe c’t-Link). Danach können Sie ScanGear 7.0.1 installieren; wählen Sie als Ort dafür den Plug-in-Ordner der Toolbox aus. Nach einem Neustart öffnen Sie die Toolbox und klicken beispielsweise auf das Icon „Scan-1“. Anschließend tragen Sie bei „Gescannte Bilder verknüpfen mit“ die Toolbox ein. Um zu Ihrer gewohnten Oberfläche mit vielen Detaileinstellungen zu kommen, machen Sie einen Haken bei „Scannertreiber für erweiterte Einstellungen verwenden“ und klicken auf „Scannen“.
Die Knöpfe am Scanner funktionierten im Test unter Mac OS X 10.6.5 nicht mehr, obwohl ein Button-Manager installiert wurde. Auch die Toolbox scheint nicht sauber programmiert worden zu sein: Nach wenigen Minuten belegte das Programm 100 Prozent Prozessorlast (zu erkennen in der Aktivitätsanzeige) und bremste den Rechner merklich. Beenden Sie die Toolbox daher stets nach dem Scannen. Statt der Toolbox eignet sich auch der GraphicConverter, um Photoshop-Plug-ins zu betreiben. Eine ältere PowerPC-Version (bis 5.9) der Shareware ist noch erhältlich und läuft unter Snow Leopard.
Sollte die Treiberinstallation nicht wie beschrieben funktionieren, kann das an dazwischenfunkenden Resten anderer Installationen für Canon-Scanner liegen. Beim Suchen hilft es, sich den ScanGear-Installer anzuschauen: In dem geöffneten Image finden sich sieben Ordner, deren Namen mit „Into“ beginnt. An den genannten Orten (CFMSupport, CMPrefs, Lib_CFM etc.) könnten sich Alt-Dateien etwa mit „Canon“ respektive „CanoScan“ oder „ScanGear“ im Namen und lange zurückliegendem Erstellungsdatum befinden. Legen Sie diese vorübergehend auf den Schreibtisch und installieren Toolbox und Plug-in erneut.