MWC

Comeback der Blackberrys

Blackberry-Hersteller RIM setzt groĂźe Hoffnungen in sein Tablet Playbook, das noch im ersten Quartal 2011 auf den Markt kommen soll. Zudem tauchten erste Bilder von neuen Blackberry-Smartphones auf.

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Vom Blackberry-Tablet Playbook will der kanadische Smartphone-Spezialist RIM im ersten Quartal 2011 bis zu eine Million Geräte absetzen, meldet Digitimes. Soviele zumindest habe der Hersteller beim Hardware-Produzenten Quanta Computer bestellt. Eine mutige Zielsetzung, wenn man bedenkt, dass selbst Motorola vermutet, von seinem auf der CES gefeierten Tablet Xoom mit Android 3.0 deutlich weniger, nämlich 700.000 bis 800.000 Stück absetzen zu können.

Im Technik-Blog Boy Genius Report (BGR) sind derweil erste Bilder von Blackberry-Smartphones aus der Roadmap 2011 von RIM aufgetaucht. Alle sollen mit der Nahfunktechnik NFC (Near Field Communication) ausgestattet werden, wie Jim Balsillie, Vize-Chef von RIM schon im vergangenen November angedeutet hatte. Auch Google setzt im Nexus S auf NFC, womit man beispielsweise Etiketten auslesen und künftig auch Tickets kaufen können soll.

Das noch unter dem Codenamen Dakota firmierende Modell im typischen Blackberry-Format mit kleiner, aber gut bedienbarer Schreibtastatur unter dem Display soll als erstes auf den Markt kommen und das bisherige Bold 9700 ablösen. Viele Informationen zu der Ausstattung gibt es noch nicht, BGR erwähnt immerhin eine höhere Display-Auflösung, mehr Arbeitsspeicher und eine WLAN-Hotspot-Funktion zum Weiterreichen der Internetverbindung an Notebooks und Tablets.

Die Mittelklasse-Modellreihe Curve soll mit einem schlanken, als Apollo bezeichneten Gerät fortgesetzt werden. Es soll mit HSPA, einer 5-Megapixel-Kamera und einer 800-MHz-CPU ausgestattet sein. Im dritten Quartal soll das Torch 2 starten, das wie sein Vorgänger eine Schiebetastatur und einen Touchscreen besitzt, dessen Auflösung BGR mit VGA (640 × 480) angibt. Für reichlich Rechenpower soll eine 1,2-GHz-CPU sorgen.

Mit einem weiteren Touchscreen-Modell (Codename Monaco) will RIM dem Blog zufolge im dritten Quartal den Wettbewerb mit Apple und Google wieder aufnehmen: Der Name Storm 3 ist bislang nicht bestätigt. Von der SurePress-Technik mit herunterdrückbarem Display hat sich der Smartphone-Hersteller verabschiedet und spendiert dem Monaco einen großen Kapazitiv-Touchscreen mit 480 × 800 Pixeln – bislang die höchste Display-Auflösung eines Blackberrys. Die 1,2-GHz-CPU soll unter anderem für flüssige Bedienung sorgen. Wann die Blackberrys offiziell vorgestellt werden, steht noch nicht fest. Zumindest das Dakota könnte aber bereits im Februar auf dem MWC in Barcelona zu sehen sein. (rop)