Tarifverhandlungen zwischen Telekom und Verdi ohne Ergebnis vertagt
Die Dienstleistungsgewerkschaft fordert unter anderem Einkommenserhöhungen von 6,5 Prozent. Ein Telekom-Sprecher nannte die Forderung erneut nicht nachvollziehbar.
Die erste Runde der Tarifverhandlungen bei der Deutschen Telekom ist am Dienstag erwartungsgemäß ohne Ergebnis zu Ende gegangen. In den Auftaktgesprächen in Königswinter bei Bonn bekräftigten beide Seiten noch einmal ihre Positionen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert für gut 105.000 Beschäftigte unter anderem Einkommenserhöhungen von 6,5 Prozent und den Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen. Die Ausbildungsvergütung soll monatlich zwischen 70 und 90 Euro steigen.
Verdi begründet den kräftigen Schluck aus der Lohnpulle mit Nachholbedarf. Die Beschäftigten müssten am wirtschaftlichen Aufschwung und an den Produktionsfortschritten bei der Telekom teilhaben. Dem Unternehmen gehe es gut.
Ein Telekom-Sprecher nannte die Forderung der Gewerkschaft erneut nicht nachvollziehbar und verlangte einen Abschluss mit Augenmaß. Im Gegensatz zu anderen Branchen gebe es bei der Telekom keinen Nachholbedarf. Ein Angebot legte das Management am Dienstag noch nicht vor. Die Gespräche sollen am 1. Februar fortgesetzt werden. (anw)