EU-Gericht entscheidet im Dezember über Geldbuße für Microsoft
Richter Bo Vesterdorf will in dem Verfahren auch die Aussagen von Parteien berücksichtigen, die sich in jüngster Zeit zurückgezogen haben.
Das EU-Gericht Erster Instanz wird sich vom 18. bis zum 20. Dezember mit dem Bußgeld befassen, das die EU-Kommission im Kartellverfahren gegen Microsoft verhängt hat. Richter Bo Vesterdorf wird dabei auch die Aussagen der Parteien berücksichtigen, die sich mittlerweile aus dem Verfahren zurückgezogen haben, berichtet das Wall Street Journal. Das Gericht hatte heute in Luxemburg über das weitere Vorgehen in dem Prozess beraten. Im Dezember soll auch eine Entscheidung über die Geldbuße fallen, heißt es in dem Bericht. Microsoft hatte das Geld fristgerecht überwiesen, zuvor aber bereits dagegen geklagt.
Vor kurzem hatte Novell mehrere hundert Millionen US-Dollar von dem Redmonder Softwarekonzern kassiert und im Gegenzug zugesagt, sich aus dem EU-Kartellverfahren zurückziehen zu wollen. Gestern wurde bekannt, dass ein weiterer Kläger, die Computer and Communications Industry Association (CCIA), von Microsoft rund 20 Millionen US-Dollar erhalten hat. Der Präsident des Branchenverbands, Edward Black, widerspricht Berichten, nach denen sein Verband die Unterlagen, die er für das Verfahren zur Verfügung gestellt hatte, zurückgezogen habe. Zu den 10 Millionen US-Dollar, die er persönlich von Microsoft erhalten haben soll, gab Black keinen Kommentar ab. (anw)