Siemens-Chef verdient 4,6 Millionen Euro im Jahr

Die zwölf Siemens-Vorstände verdienten im vergangenen Geschäftsjahr insgesamt 33,4 Millionen Euro.

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Insgesamt stiegen die Einkünfte der zwölf Siemens-Vorstände im vergangenen Geschäftsjahr um 8,8 Prozent auf 33,4 Millionen Euro, wie aus dem aktuellen Geschäftsbericht hervorgeht. Darin hat Siemens erstmals die Gehälter seiner Top-Manager individuell ausgewiesen. Demnach hat der Vorstandsvorsitzende Heinrich von Pierer im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 4,64 Millionen Euro verdient. Die Einkommen bewegten sich im Vergleich zu den DAX-Unternehmen "im oberen Mittelfeld", so das Unternehmen. Gemessen an den US-Konzernen liegen die Münchner dagegen nach eigener Einschätzung eher am unterer Rand, da das Durchschnittseinkommen der Vorstandsvorsitzenden in den USA bei 8,1 Millionen US-Dollar liege.

Der deutliche Anstieg der Managereinkünfte ist vor allem auf erfolgsabhängige Komponenten zurückzuführen. Siemens hatte den Gewinn im Geschäftsjahr 2003/04 (bis 30. September 2004) um 39 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro gesteigert. Pierer erhielt knapp 3,6 Millionen, davon waren 1,2 Millionen Festgehalt. Dazu kamen aktienbasierte Vergütungen im rechnerischen Wert von knapp 1,1 Millionen Euro.

Die zweithöchste Vergütung von insgesamt 3,3 Millionen Euro erhielt Vize Klaus Kleinfeld, der im Januar an die Konzernspitze rücken soll. Der Aufsichtsratvorsitzende Karl-Hermann Baumann verdiente knapp 250.000 Euro. Insgesamt bekamen die Mitglieder des Kontrollgremiums 2,1 Millionen Euro. Auch davon war der größte Teil erfolgsabhängig.

Bisher wiesen neun der 30 Dax-Konzerne die VergĂĽtung fĂĽr jedes Mitglied von Vorstand und Aufsichtsrat einzeln aus. Vorher hatte die Regierung mit einer gesetzlichen Regelung gedroht, falls die Unternehmen der Empfehlung des Corporate Governance Codex nicht folgten. Diesen hatte eine Regierungskommission um ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme vor zwei Jahren vorgelegt. (jes)