Nanotechnologie zur Reparatur von Zellen
Der US-Techniktheoretiker Robert Freitas äußert sich im TR-Interview über den Stand der Nanomedizin, sein Konzept von Nanorobotern für die Zellreparatur und den Stand der Molekularen Nanotechnologie.
Bereits in drei bis fünf Jahren könnte "die erste experimentelle Demonstration einer diamantartigen Mechanosynthese" gelingen, meint der US-Nanotechnologe Robert Freitas im Interview mit Technology Review. Freitas, der sich besonders auf die medizinische Anwendung der Nanotechnologie spezialisiert hat, ist überzeugt, dass es gelingen kann, Nanoroboter zur Reparatur von Zellen einzusetzen.
"Langfristig, sagen wir in zwanzig Jahren, wird es eine weiterentwickelte Nanomedizin geben, die neue Techniken für eine Fertigung von molekularer Genauigkeit ausnutzt", sagte Freitas gegenüber Technology Review online. "Dazu kommt eine massiv parallele Herstellung von Nanosystemen und -robotern, die sich für ausgeklügelte Diagnosen und Therapien einsetzen lassen. Eine davon wird die Reparatur von Zellen sein."
In mehreren Büchern hatte der US-amerikanische Ingenieur Eric Drexler seit den achtziger Jahren das Konzept einer "Molekularen Nanotechnologie" entworfen. Ihr Kernstück: winzige autonome Nanoroboter, die einzelne Atome und Moleküle greifen und platzieren können. Während sich Drexler inzwischen von der Idee der Nanoroboter distanziert hat, arbeitet Robert Freitas weiterhin in dieser Richtung.
Mehr in Technology Review online: (wst)