NEC rutscht in die Verlustzone

Der Elektronikkonzern musste vor allem im Handy-Geschäft empfindliche Verluste hinnehmen, erwartet aber für das Gesamtjahr ein positives Ergebnis.

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Der japanische Elektronikkonzern NEC ist im zweiten Quartal seines bis März 2007 laufenden Geschäftsjahres nach Marktanteilverlusten auf dem Mobilfunksektor tief in die Verlustzone geschliddert. Nach einem Gewinn von 11,5 Milliarden Yen (76 Millionen Euro) im ersten Vierteljahr wiesen die Japaner, die ihre Buchung auf japanische Standards umgestellt haben und nur noch Halbjahreszahlen veröffentlichten, nun für die ersten sechs Monate einen deutlichen Verlust aus. Nach diesen Zahlen errechnet sich beim Quartalsumsatz im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 992 Milliarden auf 1,2 Billionen Yen (7,9 Milliarden Euro). Ein Verlust von 18,9 Milliarden Yen (124 Millionen Euro) sorgte aber für rote Zahlen im Gesamthalbjahr.

Für die ersten sechs Monate wies NEC einen im Jahresvergleich leicht rückläufigen Umsatz von 2,22 Billionen Yen (14,7 Milliarden Euro) aus, im Vorjahreszeitraum waren es 2,28 Billionen Yen (15,1 Milliarden Euro). Auch den Verlust unterm Strich weitete NEC aus. Nach minus 1,5 Milliarden Yen (9,9 Millionen Euro) im ersten Halbjahr des Vorjahres bleibt nun ein Verlust in Höhe von 7,4 Milliarden Yen (48,8 Millionen Euro). Die von NEC für die sechs Monate des Vorjahres genannten Zahlen wurden zu Vergleichszwecken nach dem neuen Buchungsstandard errechnet.

Rückgängige Computerverkäufe, die Neuordnung der Aktivitäten in Europa und China und ein dramatischer Einbruch der Absatzzahlen bei Handys heben wesentlich zu der negativen Entwicklung beigetragen, erklärte das Unternehmen. NEC erkaufte ein Viertel weniger Handys und musste Marktanteile an die Konkurrenz abgeben. Im Laufe des Jahres rechnet der Hersteller im Mobilfunksegment mit Verlusten von 50 Milliarden Yen (118 Millionen Euro). Dennoch erwartet das Unternehmen, für das Geschäftsjahr insgesamt ein positives Ergebnis ausweisen zu können. Die Projektion liegt derzeit bei 4,7 Billionen Yen (31 Milliarden Euro) Umsatz und 18 Milliarden Yen (118 Millionen Euro) Gewinn. (vbr)