Tunebite 3 entfernt DRM von Kaufmusik und -videos

Die Software gestattet es, DRM-geschĂĽtzte Videos durch "Wiederaufnahme" in andere, nicht geschĂĽtzte Formate umzuwandeln.

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Mit Tunebite bietet die RapidSolution Software AG seit geraumer Zeit ein Produkt an, das per Digital Rights Management (DRM) geschĂĽtzte Kaufmusik beim Abspielen vom Kopierschutz befreit. Nachdem Version 2.0 bereits ĂĽber Highspeed Dubbing das Abspielen von geschĂĽtzten Audiodateien auf mobilen Playern ohne DRM-UnterstĂĽtzung erlaubte, gestattet es Tunebite 3.0 Platinum auch, DRM-geschĂĽtzte Videos durch "Wiederaufnahme" in andere, nicht geschĂĽtzte Formate umzuwandeln.

RapidSolution Software bewirbt seine Software mit dem Slogan "Urheberrecht beachten – Verbraucherschutz verstärken". Sie soll es etwa auch Nicht-iPod-Besitzern gestatten, die gekauften Songs und Videos auf ihren Geräten zu genießen. Dennoch ist das Angebot von RapidSolution rechtlich nicht unproblematisch. Denn das Urheberrecht verbietet nicht nur die Umgehung von Kopierschutzmaßnahmen, sondern schützt in Paragraph 95c auch die "von Rechtsinhabern stammende Informationen für die Rechtewahrnehmung" vor einer Entfernung und Veränderung.

Da es sich insbesondere beim Capturen der Videos um einen ressource-hungrigen Prozess handelt, lassen sich nur Clips mit Auflösungen von höchsten 320 × 240 Bildpunkten entschützen, die aus dem iTunes Music Store stammen oder als DRM-geschützte WMV-Dateien vorliegen. Auf Wunsch veranlasst Tunebite die Abspielsoftware auch dazu, den Clip mit reduzierter Geschwindigkeit wiederzugeben, um bei der Aufnahme keine Framedrops zu erzeugen. Als Zielformate stehen MPEG-4 (benötigt 3ivx-Codec) und WMV zur Wahl.

Tunebite 3 Platinum kostet knapp 25 Euro, die auf Audio beschränkte Tunebite 3 Premium schlägt mit 15 Euro zu Buche. (vza)