Siemens verhandelt weiter ĂĽber Verkauf von Enterprise Networks
Verhandlungen mit den Finanzinvestoren Permira und Apollo Management sollen vor zwei Wochen gescheitert sein.
Der Siemens-Konzern verhandelt weiter über einen Verkauf seiner Problemsparte Enterprise Networks mit rund 16.000 Beschäftigten. Derzeit gebe es Gespräche mit mehreren Interessenten, sagte ein Sprecher am Mittwoch in München. Dabei gehe es um einen Verkauf oder eine Beteiligung an der Sparte. Daneben arbeite der Konzern an der Neuausrichtung des Geschäfts und Produktivitätssteigerungen. Nach Informationen der Financial Times Deutschland waren Verhandlungen mit den Finanzinvestoren Permira und Apollo Management vor zwei Wochen gescheitert. Dazu äußerte sich der Sprecher nicht.
Siemens sucht bereits seit dem Sommer nach einer Lösung für den Geschäftsbereich. Vorstandschef Klaus Kleinfeld hatte Ende Juni bestätigt, dass mit Finanzinvestoren Verkaufsgespräche für Enterprise geführt würden. Die auf Netze und Telefonanlagen für Unternehmenskunden spezialisierte Sparte ist der bei Siemens verbliebene Teil des Telekommunikationsbereichs Com, der im Rahmen der milliardenschweren Fusion der Netzwerksparten nicht in die Gemeinschaftsfirma mit Nokia eingebracht wurde.
Die Financial Times Deutschland berichtete, Permira und Apollo seien die letzten ernsthaften Bieter für die Sparte gewesen. Sie hätten monatelang über den Erwerb verhandelt. Von einem Verkauf der Sparte erhofft sich Siemens nach Informationen von Branchenkennern einen Erlös von 1,0 bis 1,3 Milliarden Euro. (dpa) / (jk)