RealNetworks steigert Umsatz und Gewinn
Das US-amerikanische Unternehmen wirtschaftete im fĂĽnften Quartal profitabel. Der mit Spielen und Musik erzielte Umsatzanteil stieg weiter.
Der US-amerikanische Streaming-Spezialist und Online-Dienstleister RealNetworks hat im vergangenen Quartal 86,6 Millionen US-Dollar Umsatz erwirtschaftet und damit 13 Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. 2 Millionen davon erzielte die in diesem Jahr zugekaufte Zylom Media Group, teilt RealNetworks mit. Der Nettogewinn betrug 24,9 Millionen US-Dollar gegenüber 0,8 Millionen vor einem Jahr. Ohne Sonderposten, die unter anderem aus einem Vergleich und Geschäftsvereinbarungen mit Microsoft stammen, betrug der Gewinn 3,4 Millionen US-Dollar.
Die Wandlung des Unternehmens vom Streaming-Spezialisten hin zum Online-Dienstleister für Musik und Spiele wird anhand der einzelnen Umsatzposten deutlich: Mit Spielen erwirtschaftete das Unternehmen 18,6 Millionen US-Dollar, 53 Prozent mehr als im ersten Quartal 2005, und mit Musik 28,9 Millionen, was einen Zuwachs von 26 Prozent bedeutet. Die RealPlayer-Sparte schrumpfte um 6 Prozent auf 27,3 Millionen US-Dollar. Mit "technologischen Produkten und Lösungen" erzielte RealNetworks 11,8 Millionen US-Dollar, 5 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Für das laufende zweite Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz im Rahmen von 87 Millionen bis 90 Millionen US-Dollar. Im gesamten Jahr sollen 365 Millionen bis 380 Millionen US-Dollar zusammenkommen. Der RealPlayer war diese Woche Gegenstand der Anhörung vor dem EU-Gericht Erster Instanz zum Prozess Microsoft gegen die EU-Kommission. Microsoft-Gegner warfen dem Softwarekonzern dabei vor, gegen die Streaming-Software eine ähnliche "Vernichtungsstrategie" angewandt zu haben wie im "Browserkrieg" gegen Netscape. (anw)