US-Senat verabschiedet Weltraumtourismus-Gesetz
Die Flugaufsichtsbehörde FAA darf privaten Unternehmen künftig die Genehmigung erteilen, Passagiere gegen Gebühr ins Weltall zu befördern.
Der US-Senat hat einem Gesetzesvorschlag des Repräsentantenhauses zur Regulierung privat finanzierter Weltraumflüge mit Passagieren (H.R. 5382) zugestimmt. Vorbehaltlich der Unterschrift des Präsidenten kann die Flugaufsichtsbehörde FAA (Federal Aviation Administration) auf Grundlage des Commercial Space Launch Amendments Act of 2004 privaten Unternehmen künftig die Genehmigung erteilen, Passagiere gegen Gebühr ins Weltall zu befördern. In dem Gesetz ist festgeschrieben, dass die FAA erst acht Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes einheitliche Sicherheitsbestimmungen definieren muss, an die sich Weltraumtourismus-Anbieter halten müssen.
Bis dahin gilt das Prinzip "Try and Fail": Nur nach gefährlichen Vorkommnissen oder Unfällen mit Personenschäden kann die Behörde den Unternehmen Beschränkungen hinsichtlich der eingesetzten Technik und den Betriebspraktiken auferlegen. Der Initiator des Gesetzes, der republikanische Abgeordnete Dana Rohrabacher, begründete die laxen Auflagen gegenüber US-Medien damit, dass eine stärkere Regulierung das neue Geschäftsfeld "im Keim ersticken" würde. Weltraumtouristen müssten sich im Klaren darüber sein, dass sie auf eigenes Risiko ins All fliegen. Demokratische Abgeordnete hatten sich für deutlich schärfere Sicherheitsbestimmungen ausgesprochen. (pmz)