Lizenzstreit kostet Nokia bisher 253 Millionen US-Dollar
FĂĽr die Nutzung von Techniken in 2G- und 2.5G-Mobiltelefonen muss Nokia 253 Millionen US-Dollar LizenzgebĂĽhren an InterDigital zahlen. Um die Nutzung von 3G-Techniken streiten beide Parteien weiter.
Was sich Anfang Januar bereits angedeutet hat, ist nun Gewissheit: Der finnische Handyhersteller Nokia muss Lizenzgebühren für die Nutzung von Patenten des Funktechnik-Unternehmens InterDigital in Höhe von 253 Millionen US-Dollar zahlen. Bis heute ungeklärt bleibt der Streit um die Nutzung von 3G-Techniken. Hierüber wollen Nokia und InterDigital in nächster Zeit verhandeln.
Beide Unternehmen hatten im Februar 1999 ein Lizenzierungsabkommen geschlossen. Bis 2001 zahlte Nokia an InterDigital bereits mehr als 30 Millionen US-Dollar, um bestimmte Techniken der Funktechnikfirma in 2G- und 2.5G-Mobiltelefonen einsetzen zu können. Danach entzüdete sich ein Rechtsstreit zwischen beiden Unternehmen. Die Lizenzgebühren für die Zeit ab 2002 hätten durch die Vorgabe eines vergleichbaren Lizenzierungsabkommens mit einem Nokia-Konkurrenten festgelegt werden können. InterDigital schloss daraufhin ein Lizenzierungsabkommen mit Sony Ericsson. Mit den Rahmenbedingungen war Nokia jedoch nicht einverstanden und rief ein Schiedsgericht der internationalen Handelskammer an. Das sprach ein Urteil gegen das finnische Unternehmen, was später von einem US-amerikanischen Gericht bestätigt wurde. (boi)