PalmSource arbeitet mit Linux-Spezialist MontaVista zusammen
Der Hersteller des PDA-Betriebssystems Palm OS will durch die Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Embedded Linux die Entwicklung eines Linux-basierten Systems für Smartphones beschleunigen.
Während die Gerüchteküche über eine mögliche Windows-Mobile-Variante des Treo-Smartphones der ehemaligen PalmSource-Muttergesellschaft Palm brodelt, versucht der PDA-Softwarespezialist die Entwicklung eines Linux-basierten Betriebssystems schneller voranzubringen. PalmSource, auch durch die mangelnde Akzeptanz bei den Geräteherstellern für die Version 6.1 von Palm OS sowie durch die Absage der europäischen Entwicklerkonferenz ins Gerede gekommen, hatte vor einiger Zeit den Linux-Spezialisten China MobileSoft gekauft. Daraufhin verkündete die Firma, man werde künftig eine Linux-Strategie verfolgen. Künftige Systemversionen von Palm OS sollen demnach auf einen Linux-Kernel aufsetzen, aber das Look&Feel des bislang bekannten Systems weitgehend beibehalten.
Durch eine Zusammenarbeit mit MontaVista soll diese Entwicklung nun beschleunigt werden. PalmSource wird Mitglied im Partner-Programm für das Mobilinux Open Framework von MontaVista. Die Linux-Firma wiederum wird Mitglied im Programm Palm Powered Mobile World von PalmSource. MontaVista sei der führende Anbieter von Linux-Systemen für Mobilgeräte, hieß es bei PalmSource dazu; eine Zusammenarbeit mit der Firma verspreche auch den PalmSource-Kunden eine schnellere Marktreife für konkurrenzfähige, kostengünstige Smartphones auf Linux-Basis. MontaVista wiederum erhofft sich von dem Zugang zu der PalmSource-Entwicklergemeinschaft einen weiteren Anschub für Linux in Handys. MontaVista stellte sein MobiLinux-Framework für eine einfachere Entwicklung von Linux-Systemen für Smartphones erst Anfang des Jahres vor; eine Linux-Variante in diesem Rahmen folgte im April. (jk)