Integralis kehrt zurĂĽck in die schwarzen Zahlen
Im Geschäftsjahr 2010 konnte der Security-Dienstleister wieder einen Konzernüberschuss erwirtschaften, der Umsatz kletterte über 13 Prozent. Für 2011 konzentriert sich Integralis auf Themen wie Cloud-Security und die sichere Nutzung sozialer Netzwerke.
Für das Geschäftsjahr 2010 kann die Integralis AG einen Umsatz von 188,2 Millionen Euro melden – gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von mehr als 13 Prozent. Allerdings erlebte der auf Security-Lösungen spezialisierte IT-Dienstleister im Krisenjahr 2009 auch einen deutlichen Einschnitt. Der Umsatz ging um gut anderthalb Prozent auf 166,4 Millionen Euro zurück, und am Jahresende stand – nicht zuletzt aufgrund mehrerer Einmaleffekte – ein Verlust (Ergebnis nach Steuern) von 6,4 Millionen Euro zu Buche. 2010 schaffte Integralis nun die Wende: das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf 1,4 Millionen Euro. Am stärksten zum Aufschwung beigetragen hat die Landesgesellschaft in Großbritannien, wo der Umsatz um mehr als 21 Prozent gesteigert werden konnte und auch das EBITDA-Ergebnis sich um fast 24 Prozent verbesserte. Im deutschsprachigen Raum (DACH) steht hingegen nur ein Umsatzplus von 8,8 Prozent zu Buche, das Ergebnis verbesserte sich hingegen um fast 11 Prozent.
Im Detail verzeichnete Integralis vor allem im Geschäftsbereich "Beratung, Integration & Schulung" einen deutlichen Anstieg der Erlöse (27,3 %). Auch das Geschäft mit "Managed Security Services (MSS)" legte um 16,7 Prozent überdurchschnittlich zu. "In der Optimierung der Ertragspotenziale, innovativen Lösungen und der globalen Positionierung sehe ich für Integralis eine besondere Herausforderung in den nächsten Jahren", kommentiert Vorstandsvorsitzender Georg Magg die aktuellen Ergebnisse. Mit Blick auf das laufende Jahr gibt sich die Integralis-Führung "vorsichtig optimistisch". Der IT-Dienstleister sieht unterdessen drei wesentliche Trends, die 2011 in den Fokus der Branche treten werden. So konzentriert sich Integralis gezielt auf Cloud-Security, wo der Dienstleister durch den Einsatz von Verschlüsselungstechniken durch die Anwender einen nachhaltigen Anstieg der generellen Nutzung von Cloud-Services erwartet. Im B2B-Umfeld werde sich zudem der Umgang mit sozialen Netzwerken ausweiten – vorausgesetzt, die Unternehmen begegnen den potenziellen gefahren durch geeignete Sicherheitsmaßnahmen und Policies. Und schließlich gewinnt aus Sicht von Integralis ganzheitliches Risikomanagement durch die wachsenden Governance-, Risk- und Compliance-Anforderungen einen zunehmenden Stellenwert – auch jenseits der Informationssicherheit. (map)