T-Mobile Austria hat eine Million Kunden mit Laufzeit-Vertrag

Die Telekom-Tochter T-Mobile Austria, die den Konkurrenten tele.ring ĂĽbernehmen wird, hat neben einer Million Postpaid- auch 1,05 Millionen Prepaid-Kunden und liegt damit in Ă–sterreich auf Platz 2 unter den Mobilfunkbetreibern.

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T-Mobile Austria hat vor kurzem den einmillionsten Postpaid-Kunden (oft leicht ungenau als "Vertragskunden" bezeichnet) gewonnen. Der Netzbetreiber war im Oktober 1996 als max.mobil gestartet und gehört seit April 2000 zu 100 Prozent der Deutschen Telekom. "Wir konnten (zuletzt) speziell im Bereich der Vieltelefonierer und bei Klein- und Kleinstunternehmen Zuwächse verzeichnen", meint der Vorsitzende der Geschäftsführung Georg Pölzl. Seine Firma betreut außerdem 1,05 Millionen Prepaid-Kunden, deren Anzahl leicht sinkende Tendenz aufweist. Wie aus dem Halbjahresbericht des Telekom-Konzerns hervorgeht, konnte die Österreichtochter im ersten Halbjahr erstmals ein Zehntel ihres ARPU (Durchschnittsumsatz je Kunde) mit Datenumsätzen (inklusive SMS) bestreiten, im zweiten Quartal waren es bereits 11 Prozent. Am Mittwoch hat T-Mobile den Kauf des Konkurrenten tele.ring bestätigt.

Zur Verbesserung des Daten-, aber auch des Postpaid-Anteils dürften vor allem UMTS-Datenkarten beigetragen haben. Für monatlich 35 Euro (39 Euro für Neukunden) können damit 676 MByte übertragen werden (UMTS, GPRS, WLAN, 50-KByte-Taktung). Da ein Mehrverbrauch von maximal 101 Megabyte ohne Nachverrechnung toleriert wird, hat T-Mobile damit den rechnerisch günstigsten Preis pro Megabyte am Markt.

Der Gesamtumsatz im ersten Halbjahr ist im Jahresabstand um 2,2 Prozent auf 435 Millionen Euro gesunken, insbesondere der Prepaid-Bereich weist einen deutlich sinkenden ARPU aus: minus 9,1 Prozent auf 10 Euro pro Monat. Bei Vertragskunden liegt dieser Wert bei 58 Euro (minus 3,3 Prozent), worin jedoch auch die Einnahmen aus dem "Visitor Roaming" enthalten sind. Das EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) verbesserte sich um 8,5 Prozent auf 115 Millionen. Dies ergibt eine EBITDA-Marge von 26,4 Prozent (plus 2,6 Prozentpunkte). Die monatliche Kündigungsrate (Churn) blieb mit 1,9 Prozent unverändert.

Auf Grund unterschiedlicher Zählweisen bei Prepaid-Karten sind Postpaid-Kundenzahlen verschiedener Anbieter besser mit einander vergleichbar. Dabei führt mit etwa 1,825 Millionen Mobilkom Austria (gesamt 3,3 Millionen Kunden). Hinter T-Mobile liegen tele.ring mit etwa 770.000 (984.000 inklusive Prepaid) vor One mit zirka 735.000 (1,45 Millionen) und 3 mit geschätzten 240.000 (285.000).

Bei den MVNO (Mobile Virtual Network Operators), die in Österreich ausschließlich das Netz von One nutzen, dürfte Tele2 ungefähr 25.000 Mobilfunkkunden mit Rechnungslegung haben (125.000 gesamt). Die auf Businesskunden spezialisierte eTel bewegt sich auf 10.000 zu, Wertkarten offeriert eTel nicht. Umgekehrt verhält es sich bei der One-Tochter Yesss, die ausschließlich Prepaid-Anschlüsse vertreibt und davon bereits 80.000 in Umlauf gebracht haben soll.

Zu den Halbjahreszahlen von tele.ring siehe:

(Daniel AJ Sokolov) / (jk)