JoWooD schreibt schwarze Zahlen

"Die Gilde 2" und "Gothic 3" verhelfen dem österreichischen Computerspiele-Hersteller JoWooD zum dritten positiven Quartalsergebnis in Folge.

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Der österreichische Computerspiele-Hersteller JoWooD schließt das dritte Quartal des Geschäftsjahres mit einem positiven Ergebnis ab. Das teilte das Unternehmen heute in Liezen mit. Die Monate Juli bis September seien von der Veröffentlichung verkaufsstarker Titel wie beispielsweise "Die Gilde 2" oder "Gothic 3" geprägt gewesen.

Mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 909.000 Euro hat die Software-Schmiede das bislang stärkste Quartal dieses Jahres erreicht. Den Umsatz konnte JoWooD in diesem Zeitraum gegenüber der Vorjahresperiode um 262 Prozent von 1,8 auf 4,6 Millionen Euro steigern. Damit ist der Abschluss das dritte positive Quartalsergebnis in Folge. Das Konzernergebnis beläuft sich auf 272.000 Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen einen Konzernverlust in Höhe von 8 Millionen Euro ausgewiesen.

Die positiven Geschäftszahlen dürften für Aufatmen bei den Östereichern sorgen. Noch im vergangenen Jahr musste JoWooD mehrere Finanzkrisen überstehen: Für das erste Halbjahr 2005 hatte das Unternehmen einen Konzernverlust von 16,4 Millionen Euro ausgewiesen. Im Spätsommer 2005 reichte der ehemalige JoWooD-Partner Perception beim Landesgericht Leoben einen Insolvenzantrag gegen JoWooD ein, den das Gericht einige Tage später abwies.

Ende 2005 gab der Spielehersteller den Einstieg der Koch Media GmbH als strategischen Investor bekannt. Koch Media, das bislang schon als Lizenz- und Vertriebspartner von JoWooD in Erscheinung getreten war, hatte sich zuvor bereit erklärt, zur Verhinderung einer Insolvenz Gläubiger-Forderungen gegenüber JoWooD in Millionenhöhe aufzukaufen. (spo)