Middleware für hochverfügbare Blade-Server
Telekommunikations-Dienstleister setzen besonders ausfallsichere Server ein; eine Middleware soll Applikationen auf Standard-Blade-Servern robuster machen.
Telekommunikations-Netze und -Dienste müssen kontinuierlich funktionieren, also hochverfügbar sein. Spezielle High-Availability- (HA-)Hardware ist jedoch teuer. HA-Middleware soll Applikationen und Datenbanken auf preiswerten Standard-Blade-Servern robuster machen gegen Ausfälle und Störungen.
Die Firma GoAhead bietet in Kooperation mit IBM für das BladeCenter T (die NEBS-konforme Telekom-Ausführung des gewöhnlichen BladeCenter) sowie das kommende BladeCenter HT standardisierte Middleware an, die eine Zuverlässigkeit von 99,999 Prozent (fünf Neunen) sicherstellen soll.
Die Pakete SelfReliant Basic Availybility Management und die SelfReliant Advanced Suite sind für Linux-Distributionen von Red Hat und MontaVista verfügbar sowie für Windows Server 2003 (alle auf x86-/x64-Prozessoren), außerdem gibt es Versionen für MontaVista-Linux auf PowerPC und für Debian 3.0 auf Itanium (IA-64).
Laut GoAhead sollen die mit SelfReliant präparierten Blades die Hardware-Platform-Interface- (HPI-)Spezifikation des SA Forum erfüllen. Zu den Kunden von GoAhead gehören beispielsweise Anbieter von Voice-over-IP- (VoIP-)Push-to-Talk- (PTT-)Diensten für Firmen. Die Firma Sonim Technologies setzt SelfReliant für eine redundante und IMS-kompatible Implementierung von OMA PoC 1.0 ein; das schöne Akronym steht für Open Mobile Alliance PTT over Cellular und soll den Vorgaben des IP Multimedia System (IMS) entsprechen. (ciw)