Sun richtet Open-Source-KoordinationsbĂĽro ein

Das neue Open Source Office beim Server- und Netzwerkspezialisten beherbergt eine Ombudsstelle, an die sich alle wenden können, die meinen, Sun verhalte sich nicht im Sinne der Open-Source-Gemeinde.

vorlesen Druckansicht 18 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Sun Microsystems will mit einem Open Source Office (OSO) seine Aktivitäten auf diesem Feld in einer eigens dafür geschaffenen Abteilung bündeln. Das Büro wird von Chief Open Source Officer Simon Phipps geleitet und untersteht Chief Technology Officer Hal Stern. Damit vollziehe Sun einen Schritt in seiner Strategie, seine Software als Open Source zur Verfügung zu stellen.

Dieser Strategie entspricht Suns Ankündigung vom Juli, den Source-Code seiner Website-Authentifizierungs- und Single-Signon-Lösungen freizugeben. Seit Juni stehen der Solaris-Kernel und die Bibliotheken als Open Source zur Verfügung. Bislang gab es für diese Angelegenheiten keine eigene Koordinierungsstelle. Eine ähnliche Funktion hatte früher Danese Cooper ausgeübt, die nun bei Intel für Open Source zuständig ist.

Es sei sehr wichtig geworden, die Erfahrungen mit Open Source an einem Ort zu koordinieren, auszuwerten und damit die Konsistenz der Projekte untereinander zu gewährleisten, sagte Phipps. Das solle aber nicht zu einer übersteigerten Verwaltung führen. So werde Phipps nicht die Open-Source-Projekte selbst leiten, sondern beispielsweise dafür sorgen, dass sie sich an die Vorgaben der Open Source Initiative halten und keine eigenen neuen Lizenzen in die Welt setzen. Wer meint, Sun handele nicht im Sinne der Open-Source-Gemeinde, könne eine E-Mail an ombudsman@sun.com schreiben. Ein Verantwortlicher der Open-Source-Projekte werde sich dann der Beschwerde annehmen. (anw)