Erste Verurteilung im Zuge der Fastlink-Operation

Ein 26-Jähriger bekannte sich schuldig, über das Internet 13.000 illegal kopierte Software-Titel im Gesamtwert von 200.000 US-Dollar angeboten zu haben. Als Höchststrafe drohen 15 Jahren Gefängnis.

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Das US-Justizministerium hat erstmals eine Verurteilung im Zuge der Operation Fastlink erreicht, die im April 2004 der damalige Justizminister John Ashcroft anstieß. Ein 26-Jähriger aus dem US-Bundesstaat Iowa bekannte sich schuldig, über das Internet 13.000 illegal kopierte Software-Titel im Gesamtwert von 200.000 US-Dollar angeboten zu haben. Das zuständige Gericht in Des Moines will am 18. März das Strafmaß festsetzen. Als Höchststrafe drohen 15 Jahre Gefängnis.

Während der Fastlink-Operation durchsuchten Beamte in 27 US-Bundesstaaten und weiteren zehn Ländern insgesamt 120 Objekte. Etwa 100 mutmaßliche Raubkopierer gingen ihnen dabei ins Netz. Nach Angaben des US-Justizministeriums beschlagnahmten die Beamten während der Aktion 200 Computer, darunter 30 Server, über die Musik, Software und Filme im Wert von 50 Millionen US-Dollar übers Internet verteilt wurden. Auch das BKA durchsuchte damals Wohnungen von Verdächtigen im Bundesgebiet. Die Ermittler konzentrierten sich vornehmlich auf so genannte Warez Groups, die Raubkopien an ein festes Stammpublikum weitergeben. (akr)