EnBW plant neuartiges Druckluftspeicher-Kraftwerk

Der Energieversorger EnBW plant, Windenergie in unterirdischen Druckluftspeichern zwischenzulagern. Damit könnte Windkraft bei Flaute oder erhöhtem Strombedarf Energie liefern.

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Von
  • Niels Boeing

Der Energieversorger EnBW plant, Windenergie in unterirdischen Druckluftspeichern zwischenzulagern. Damit könnte Windkraft auch bei Flaute oder erhöhtem Strombedarf Energie liefern. Dazu entwickelt der Energieversorger ein Druckluftspeicher-Kraftwerk an der deutschen Nordseeküste, in der Nähe von Windanlagen. In Zeiten, in denen es ein Überangebot an Strom gibt, wird Luft mit elektrischen Kompressoren verdichtet und in unterirdische Kammern – beispielsweise in ausgespülte Salzstöcke – gepresst. Übersteigt die Nachfrage an Strom das Angebot, treibt die Druckluft eine Turbine an, die über einen Generator Strom erzeugt.

Das geplante EnBW-Kraftwerk soll zunächst mit Gasbefeuerung arbeiten. In der zweiten Phase werden sich die Entwickler dann auf völliges Neuland begeben. Erstmalig soll dann ein Druckluftspeicherkraftwerk nach dem so genannten "adiabaten" Prinzip arbeiten. Adiabat ("ohne Wärmeaustausch verlaufend") bedeutet in diesem Fall, dass die Wärme, die bei der Kompression entsteht, zwischengespeichert wird und zum Anheizen der Luft bei der Rückumwandlung genutzt wird – ohne jede Zufeuerung fossiler Brennstoffe.

Diese Anlage wird, wie Klaus-Peter Appenzeller, Projektleiter bei der EnBW AG, sagt, "sehr weitgehenden Forschungscharakter" haben. Sie soll zwischen 150 und 600 Megawatt liegen. Als Zeitpunkt fĂĽr die Inbetriebnahme hat EnBW 2011 anvisiert.

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