Zugangsschutz per Handfläche, drahtloser Diebstahlschutz
Fujitsu will biometrische Zugangskontrollen sicherer machen, Zomm schĂĽtzt teure Smartphones per Bluetooth-Funk.
Zwei Neuheiten fĂĽr Technologie-Enthusiasten im TR-Kurzcheck.
Venenscan fĂĽr mehr Sicherheit
Biometrische Zugangssysteme lassen sich, das haben Sicherheitsexperten mittlerweile demonstriert, durchaus austricksen: So kann etwa mancher Fingerabdruckscanner mit einer Kunststoffmatrize samt Theaterkleber ausgehebelt werden. Entsprechend wichtig ist es, möglichst Merkmale des Körpers zu erfassen, die sich nur schlecht nachahmen lassen.
Als Alternative zu Fingerabdruck und Retinascan hat das japanische Unernehmen Fujitsu ein Lesegerät entwickelt, dass die Venen der Handinnenfläche scannt. Dabei wird die Absorption von Infrarotstrahlen in venösem Blut gemessen. Das dort vorhandene Muster soll eine Fehlerrate von nur 0,00008 Prozent erlauben.
Das System wird entweder einzeln als USB-Lösung verkauft oder steckt direkt in neuen Notebooks. Dazu hat Fujitsu nun den bislang kleinsten Venenscanner auf den Markt gebracht, der nur 29 mal 29 Millimeter groß ist. Die Nutzung der Technik erfolgt im Gegensatz zum Fingerabdruckprüfer übrigens berührungslos: Der User muss seine Hand nur über den Scanner halten.
Produkt: PalmSecure
Anbieter: Fujitsu
Preis: 290 Dollar
Anhänger gegen Handy-Klau
Insbesondere Smartphones werden für ihre Besitzer immer wichtiger: Sie erlauben die komfortable mobile Internet-Nutzung und enthalten häufig wichtige persönliche Daten. Damit das Geräte nicht geklaut wird, kann der als Schlüsselanhänger ausgeführte Zomm eingesetzt werden: Er gibt einen Warnton von sich, wenn sich ein mit ihm drahtlos verbundenes Handy zu weit entfernt.
Das Gerät lässt sich dabei auf verschiedene Distanzen konfigurieren: Der Alarm, der mit immerhin 64 Dezibel schallt (was allerdings etwa auf Messen oder Konzerten zu leise sein kann), wird bei einer Entfernung des Handys von 10 oder 40 Metern ausgelöst.
Im Gegensatz zu anderen Anhängern, die einfach nur per Bluetooth-Funkverbindung prüfen, ob das Handy noch in der Nähe ist, kann der Zomm aber noch mehr: Er arbeitet gleichzeitig als Freisprecheinrichtung (was auch im Auto adäquat funktioniert) und integriert eine Notfallfunktion, die auf Knopfdruck einen noch lauteren Alarmton abgibt und bei Bedarf automatisch eine Notrufnummer wählt.
Produkt: Zomm
Anbieter: Zomm
Preis: 100 Euro
(bsc)