IG Metall: FĂĽr Siemens-Handy-Standorte Tarifbindung wahrscheinlich

Für Kamp-Lintfort wolle BenQ die seit Juli 2004 geltenden Konditionen des Ergänzungstarifvertrags fortführen, den von Siemens seit Ende 2003 geplanten Stellenabbau aber sofort umsetzen.

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  • dpa

Nach dem Verkauf der Handy-Sparte von Siemens an die taiwanesische BenQ zeichnet sich für die betroffenen Mitarbeiter eine Tarifbindung ab. Noch keine Ergebnisse gebe es allerdings bei der Standort- und Beschäftigungssicherung, teilte die IG Metall am Mittwoch nach Beginn der Gespräche mit BenQ in München mit. Bei den Verhandlungen gehe es speziell um den Standort Kamp-Lintfort mit rund 2000 Beschäftigten.

Nach derzeitigem Stand wird BenQ wahrscheinlich in die Arbeitgeberverbände Nordrhein-Westfalen und Bayern eintreten und damit die Tarifbindung übernehmen, hieß es; "bei den Themen Standort- beziehungsweise Beschäftigungsgarantie ist noch keine Richtung erkennbar." Für Kamp-Lintfort wolle BenQ die seit Juli 2004 geltenden Konditionen des Ergänzungstarifvertrags fortführen. Den von Siemens seit Ende 2003 geplanten Stellenabbau möchte BenQ sofort umsetzen, obwohl der deutsche Elektrokonzern anderes zugesagt habe.

Die Siemens AG gibt die seit mehreren Quartalen defizitäre Handysparte noch bis Ende des laufenden Geschäftsjahres 2004/05 (30. September) inklusive einer kräftigen Finanzspritze an BenQ ab. Siemens hatte dafür Kosten von etwa 300 Millionen Euro vor Steuern veranschlagt. (dpa) / (jk)