Willkommen in der Zukunft!
So sehr wir auch gerne über technische Unzulänglichkeiten klagen, in der IT und Kommunikationstechnik sind wir doch mittlerweile erstaunlich weit gekommen. Es ist sinnvoll, sich das gelegentlich bewusst zu machen.
So sehr wir auch gerne über technische Unzulänglichkeiten klagen, in der IT und Kommunikationstechnik sind wir doch mittlerweile erstaunlich weit gekommen. Es ist sinnvoll, sich das gelegentlich bewusst zu machen.
Neulich musste ich nach längerer Zeit mal wieder meinen Keller aufräumen. Beim Durchforsten mehrerer Kisten stieß ich auf einige erstaunliche Artefakte aus meiner persönlichen Technikgeschichte. Da war zum einen der erste Laptop, mit dem ich jemals ins Internet gegangen bin – ein erstaunlich kompaktes Teil von Compaq mit sage und schreibe 80 Megabyte Festplattenspeicher. Zum anderen fand ich mein erstes Handy wieder, ein aus heutiger Sicht klobiges Gerät von Nokia, bei dem man die Antenne ausziehen konnte und das zum Kaufzeitpunkt als besonders kompakt und technisch fortschrittlich galt.
Heute haben wir dagegen Rechner mit Terabyte-Festplatten oder extrem schnellen SSDs, Bildschirme mit extrem hoher Auflösung und statt "dummer" Handys Smartphones wie das iPhone in der Tasche, die für sich genommen jeden etwas älteren PC schlagen würden.
Eine Werbung, die der Telekommunikationskonzern AT&T (nicht zu verwechseln mit dem heutigen AT&T) im Jahr 1993 schaltete, gibt sich erstaunlich prophetisch, was die inzwischen erreichten Möglichkeiten anbetrifft. Da ist dann eine "Fernbibliothek" zu sehen, in der man E-Books "aus Tausenden Meilen Entfernung" entleihen kann, ein Autonavigationssystem, das an Tomtom & Co. gemahnt oder ein (dicker) Tabletrechner, der "Faxe vom Strand" verschicken kann.
Wenn man sich heute von einem Smartphone durch die Großstadt lotsen lässt, sollte das im Hinblick auf diese Entwicklung also durchaus ein erhabenes Gefühl sein – allein angesichts der Datenmengen, die dabei zu analysieren sind. Der Kauf von E-Books ist mittlerweile samt Tablet-Lektüre für viele Menschen normal geworden. Und vernetzte Laptops kennen wir bereits seit Jahren.
Ganz ins Schwarze trifft AT&T 1993 dann allerdings doch nicht: Konzerttickets kaufen wir lieber im Internet als an Geldautomaten, Videotelefonie gibt es zwar, doch sie ist noch relativ unbeliebt und auch das Öffnen von Wohnungstüren per Stimme macht kaum jemand. Doch gehen würde das alles selbstverständlich. Willkommen in der Zukunft! (bsc)