Kurth erneut als Präsident der Bundesnetzagentur vorgeschlagen
Der Beirat der Bundesnetzagentur hat gestern vorgeschlagen, die Präsidentschaft Kurths um eine weitere Amtsperiode zu verlängern.
Matthias Kurth bleibt mit großer Wahrscheinlichkeit auch weiterhin Präsident der Bundesnetzagentur. In der gestrigen Sitzung des Beirates der Aufsichtsbehörde haben die Mitglieder Kurth für eine weitere fünfjährige Amtsperiode vorgeschlagen. Das bestätigte der Vorsitzende des Wahlrates Johannes Singhammer gegenüber heise online. Die notwendige Zustimmung durch den Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) dürfte lediglich eine Formsache sein. Bereits in der vergangenen Woche mehrten sich Gerüchte, nach denen sich SPD-Chef Kurt Beck und Michael Glos für eine weitere Amtsperiode Kurths ausgesprochen hätten. Die Nachfolge des bisherigen Vize-Präsidenten Martin Cronenberg soll Johannes Kindler antreten.
Der 54-jährige Kurth hatte am im Februar 2001 bei der Bundesnetzagentur die Nachfolge von Klaus-Dieter Scheurle angetreten, der im Dezember 2000 seinen Posten niederlegte hatte und in die Privatwirtschaft wechselte. Turnusmäßig wäre Kurths Vertrag nach fünf Jahren Amtszeit im Februar 2007 ausgelaufen.
Danach wollte Kurth ursprünglich zur International Telecommunication Union (ITU) wechseln. Bei dem ersten Wahlgang zum neuen Generalsekretär der ITU erreichte Kurth 45 von 155 abgegebenen Stimmen. Damit lag der deutsche Chefregulierer knapp hinter dem aus Mali stammenden Hamadoun I. Touré, gegen den er im zweiten Wahlgang unterlag. (spo)