Feind twittert mit
Das britische Verteidigungsministerium hat eine erstaunliche Aufklärungskampagne für Soldaten und Angestellte gestartet: Sie lehrt, in sozialen Netzwerken auch mal die Klappe zu halten.
Das britische Verteidigungsministerium hat eine erstaunliche Aufklärungskampagne für Soldaten und Angestellte gestartet: Sie lehrt, in sozialen Netzwerken auch mal die Klappe zu halten.
Aufklärung in Sachen Datenschutz rund um soziale Netzwerke, ortsbasierte Services oder Web-2.0-Kurznachrichtendienste ist eigentlich bitter nötig: Viele Menschen stellen ihre Infos so fröhlich frei ins Internet, als gäbe es weder Datendiebe, noch Stalker, noch anderweitige Lauschangreifer.
Ausgerechnet das britische Verteidigungsministerium (Ministry of Defence, MoD) hat nun eine sehenswerte Werbekampagne gestartet, die diesen Job ziemlich gut übernimmt. In drei Spots (1, 2, 3) wird Soldaten und anderen Mitarbeitern sowie deren Familienmitgliedern beigebracht, was sie da potenziell anrichten, wenn sie allzu fahrlässig durch den Social-Media-Porzellanladen stolpern.
Gut, der Terrorist, der aufgrund zu großer Datenfreigebigkeit zum Tee kommt, in der Disco mittanzt oder auf dem Spielplatz auf dem Karussell der Kinder mitfährt, ist ein bisschen harsch und erinnert an ganz alte Zeiten. Doch die Grundidee stimmt.
Vor allem zeigen die Clips sehr deutlich, was viele von uns da Tag für Tag auf Facebook, Twitter oder Foursquare tun: Wir hinterlassen – auch aus narzistischen Gründen – jede Menge Datenspuren, die eigentlich keinen Menschen interessieren, uns im schlimmsten Fall aber durchaus schaden könnten. Warum tun wir es also?
"Denk nach, bevor Du twitterst, bloggst, aktualisierst, tagst, kommentierst, eincheckst, etwas hochlädst, SMS verschickst oder mit anderen teilst." Eigentlich gar keine so schlechte Strategie, die das MoD da empfiehlt. (bsc)